Breaking Bad „Confessions“ – Die geteilte Meinung

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Breaking Bad, Serienfinale, die letzten 8 Folgen, maximale Spannung! Genossen auf der großen Leinwand, zusammen mit dem Metabølisten – und darum auch einen kurzen Kommentar von uns als Crosspost in beiden Blogs. Who is the one, who really knocks?

[SPOILERWARNUNG GALORE!]

Die Filmguckerin: Völlig Breaking-Bad-typisch wird alles immer nur noch schlimmer. Das Tempo hat erstaunlich zugenommen, was kein Wunder ist, schließlich bleiben nur noch 5 Folgen übrig. Dementsprechend rasant entwickelt sich die Handlung weiter, reißt die Charaktere mit sich und wird Opfer fordern – es ist nur noch eine Frage der Zeit. Alle Figuren sind eingesperrt, können weder vor noch zurück – eine Flucht scheint unmöglich. Nur Jesse wird plötzlich aus seiner Lethargie gerissen und erkennt das wahre Gesicht seines ehemaligen Partners. Feuer frei!

Der Metabølist: „I’m Walter White and this is my confession.“ Wenn ich die elfte Folge Breaking Bad in einem Wort zusammenfassen müsste, wäre es das Wort „Schatten“. Die gesamte Episode wirkte finster, die Personen scheinen mehr und mehr ins Dunkel zu driften; hinter Walt existiert in kaum einer Szene wirklicher Raum, nur vages, schluckendes Schwarz; das Gesicht fast jedes Charakters liegt zur Hälfte im Dunkel, bewegt sich weg vom Offensichtlichen, jeder brütet in seinem Kopf, keiner vertraut dem Anderen. Walts Dunkelheit schreckt auch nicht davor zurück, Hanks gesamtes Leben in einem irren Twist als Pokereinsatz auszuspielen und ihn als Heisenberg zu beschuldigen – da erscheint Maries vorheriger Wunsch schon fast human: „Walt, please kill yourself.“ Dazu kommt noch Komposition: Gezielt gesetzte Stellungswechsel in der Wüste, jede einzelne Szene ikonographisch mit Richtungen und Farben versehen – schwer beeindruckend. Und obschon nicht der Twist der Episode, trotzdem aber bleischwer in der Bedeutung: Jesses mittlerweile vollkommen unberechenbare Position und Walts Versuch, ihn doch zum Verlassen der Stadt zu überreden- die zweite Option wäre nur sein Tod. Das wissen beide. Dazu die noch viel schwerere Erkenntnis: Walt hat Brock auf dem Gewissen. Eine symbolischere Geste als Heisenbergs trautes Heim und einzigen Rückzugsort anzuzünden, gibt es wohl kaum.

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