Celeste & Jesse Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!

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© DCM

Wieder einmal ein typischer Fall von total beklopptem deutschen Titel – in der englischen Version heißt der Film schlicht „Celeste & Jesse forever“. Naja, war wohl nicht ausreichend kompatibel für die deutschen Zuschauer. Hierzulande wird der Film ja auch als „RomCom“ verkauft, auf der englischen Webseite sieht das Ganze aber eher nicht soooo lustig aus – und hey, ist es auch nicht!

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Celeste und Jesse sind schon seit Urzeiten befreundet und fast genauso lange verheiratet, wir steigen allerdings kurz nach ihrer Trennung in die Geschichte ein. Sie ist die taffe Karrierefrau, er der chaotische Künstler ohne Zukunftsplan – das ging eine Weile gut, muss nun aber offensichtlich zur Trennung führen. Im Grunde ist damit auch schon alles gesagt. Den Rest des Films wird geheult, sich besoffen, eine Freundschaft versucht, Sex mit dem Ex gehabt, dann wieder geheult, geschrien, mit den Freunden alles ausgewertet, allerlei Peinlichkeiten begangen, sich gegenseitig Vorwürfe gemacht – kurz: sich getrennt. Und das auch noch schön nahe an der Realität, mit allen Hochs und Tiefs, die das Leben so bietet – immer ganz nah am Menschen und den tränenüberströmten Gesichtern. Schön, wenn die Darsteller so viel Intimität zulassen und sich voll und ganz der Rolle hingeben, aber ich persönlich muss mir das ganze, alltägliche Leid irgendwie nicht unbedingt reinziehen. Der Film ist leider nur ganz, ganz selten wirklich lustig, die Genreeinordnung Komödie finde ich sehr unpassend, zumal die Komik größtenteils aus peinlichen Momenten der Verzweiflung gezogen wird. Nicht gut.

Bewertung: 3,5/10

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