Das finstere Tal

 „Die Freiheit ist ein Geschenk, das sich nicht jeder gern machen lässt.“

Ein Dorf mitten im schneebedeckten Nirgendwo der Alpen, das so abgeschieden liegt, dass sich schon seit Jahren kein Fremder mehr dorthin verirrt hat. Eine Dorfgemeinschaft, die gottesfürchtig und hörig ist, und die ein dunkles Geheimnis hütet. Ein Fremder mit einer seltsamen Kamera, der sich plötzlich mehr für die Machtgefüge im Dorf zu interessieren scheint als für die Fotografie. Und über allem lauert die Gewissheit, dass der Winter naht, der alle Wege aus dem Dorf bis zum Tauwetter im Frühjahr abschneiden wird.

„Das finstere Tal“ ist eine spannende Verschmelzung aus Western und Heimatfilm, gleichermaßen Charakterstudie wie Milieustudie, ein ganz und gar fesselndes Erlebnis. Langsam aber stetig steigt die Intensität und Dramatik der Handlung an bis sie sich schlussendlich in einem atemlosen Höhepunkt entlädt, der seinesgleichen sucht. Darsteller und Sujet sind perfekt ausgewählt, die Natur gewaltig bebildert und die Bildkompositionen an alt bekannte Western angelehnt und spannungsvoll erweitert. Daran gibt es nichts zu meckern, für mich ist „Das finstere Tal“ einer der besten Filme des Jahres. Großes Kino.

Bewertung: 10/10

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