Der Hobbit – eine unerwartete Reise

Tolle Wallpaper, selbst erstellt: http://apps.warnerbros.com/de/thehobbit/wallpapergenerator/
© Warner Bros.

Sehnsüchtig erwartet, wenn auch nach Bekanntgabe, dass das Ganze eine Trilogie wird, etwas empört, ist nun endlich der neue Mittelerde Streifen am Start. Für alte Mittelerde-Hasen bzw. Nerds wie mich (alle Herr der Ringe Teile direkt am ersten Tag gesehen, das war immer DAS Dezember Highlight – hach) wohl ein wichtiges Kinoereignis des Jahres. So fühlt sich man sich dann auch nach 10 Minuten Filmgenuss direkt wieder angekommen – endlich zu Hause sozusagen. Und wie man sich freut, wenn man altbekannte Gesichter wiedersieht, mal wieder die Musikthemen für das Auenland abgespielt werden und man seine Augen endlich in stundenlang andauernden Kamerafahrten durch majestätische Landschaften weiden kann! Schnell verzeiht man den Filmemachern die ein oder andere Abweichung von der Romanvorlage, wenn man sich dafür nur noch ein bisschen länger in dieser fantastischen Welt aufhalten darf. Direkt aus dem Buch übertragene Szenen machen dafür umso mehr Spaß (ich sage nur: ultragruselige Gollum-Szene!). Aber auch die neu erfundenen Szenen oder näher beleuchtete Charaktere wie Radagast der Braune sind eine angenehme Abwechslung und sehr interessant.

Gandalf und Galdriel
© Warner Bros.

Natürlich hat der Film auch so hier und da seine Schwächen, man nehme nur die (zumindest von meinen Mit-Kinobesuchern) zu bemängelnden Specialeffects (auch dazu die berechtigte Frage: Warum hat man nicht wieder coole Ork-Masken benutzt anstatt unangenehmen Animationen?) oder teilweise irgendwie ungewollt komischen Einlagen wie die legendäre Galadriel-dreht-sich-um-Szene (auch cool: Galadriel schreitet übertrieben anmutig durch die Gegend) oder amüsante Mind-to-Mind Gespräche zwischen Gandalf und Galadriel, während Saruman allen irgendwas erzählen will. Auch die ein oder andere ehrenhafte Aktion des Zwergenoberhauptes kam irgendwie nicht nachvollziehbar rüber und zwischen Gandalf und Galadriel ging doch eindeutig was, oder? Viel Platz also, um sich hier und da mal ein bisschen lustig zu machen, aber das gebietet wohl irgendwie die doch sehr gewichtige und altehrwürdige Geschichte.

THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY
© Warner Bros.

Alles in allem macht der Film viel Spaß und bietet gute Unterhaltung und auch für Kenner des Buches die ein oder andere Überraschung. Vorsicht ist allerdings bei der 3D Fassung geboten, so zumindest die landläufige Meinung. Revolutionär ist die Technik mit 48 fps, also doppelt so viel Bildern pro Sekunde wie üblich, was laut Peter Jackson für einen 3D-Film unausweichlich und wichtig sei, um in jeder Szene gestochene Schärfe und ein realistisches Bildergebnis zu haben. Ob das zu einer Fantasie-Welt wie Mittelerde passt, sei nun dahingestellt, wurde aber bisher nicht sonderlich positiv bewertet. Also Obacht!

Bewertung: 8,5/10

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© Warner Bros.

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