Der Mönch

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Der Mönch Ambrosio ist der Superfromme! Einst Findelkind auf den Stufen eines Klosters ist er nun DER Beichtvater und vermag es, das gemeine Volk mit seinen Predigten vom Hocker zu reißen. Keiner Versuchung würde er jemals nachgeben, niemals sündigen, nicht einmal daran denken! Doch das will der Teufel erstmal sehen und setzt dem armen Typen ganz schön zu. Vor allem das verführerische Weibe ist daran beteiligt! Wie damals im Garten Eden. Da geht nichts Gutes von aus, von diesen Frauen. Bemerkt auch bald der bislang natürlich immerkeusche Ambrosio…

Wenn man denkt: Hey, die Story kommt mir irgendwie bekannt vor, liegt man damit ganz richtig. Das Ganze ist nicht nur die Verfilmung eines Schauerromans aus dem 18. Jahrhundert, sondern heute eben auch filmmäßig irgendwie ein alter Hut. Ein gruseliges, finsteres Kloster, in dem Mönche in ihren Kutten herumhuschen, dabei natürlich die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und gerne auch mal zu nachtschlafender Stunde. Das herannahende Böse, vor dem sich die weltfremd wirkenden Mönche fürchten, unheimliche Friedhöfe mit verwitterten Grabsteinen und supergläubige, keusche Jungfrauen, die begehrt werden. Hat man alles so inszeniert irgendwie schonmal gesehen. Vincent Cassel macht seine Sache dabei ganz gut, auch wenn der Gute natürlich ein bisschen zu sexy ist, um ein Mönch zu sein. Insgesamt sieht der Film natürlich sehr gut aus, das Ganze hat schon Hand und Fuß, nur sind Hand und Fuß eben schon bekannt. Macht aber eigentlich nichts, der Film ist trotzdem unterhaltsam und hat schöne Bilder, kann man sich also ansehen – muss man aber nicht.

Bewertung: 5/10

 

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