Die Königin und der Leibarzt

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© MFA (Filmagentinnen)

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Eine junge Frau wird mit einem König verheiratet, natürlich hat sie ihn noch nie gesehen, glaubt aber an eine gute Partie, klug, kultiviert und gutaussehend, das muss doch bei einem König drin sein? Natürlich ist dem nicht so, der Gatte stellt sich als grober, unangenehmer Geselle heraus, glücklicherweise gibt es aber noch andere Männer am Hof! Diese Geschichte ist nun wirklich nichts Neues und uns allen ist bereits klar, dass das Ganze nur zur Katastrophe führen kann. Angesiedelt ist das Ganze im Dänemark des 18. Jahrhunderts und basiert – selbstverständlich – auf wahren Begebenheiten. Der Arzt von der Straße wird nach und nach engster Vertrauter des geistig verwirrten Königs, sodass er diesen beeinflussen und lenken kann, am liebsten in eine aufgeklärte Richtung. Auch politisch ist das Ganze also ein Pulverfass, die Affäre mit der Königin macht die Situation natürlich nicht weniger explosiv.

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© MFA (Filmagentinnen)

Überzeugen können in diesem Film besonders die männlichen Hauptdarsteller Mads Mikkelsen als Arzt und Mikkel Boe Følsgaard als König, gegen die die nur relativ farblose Alicia Vikander als Königin schwerlich anspielen kann. Besonders die psychisch labile und manisch-depressive Gestalt des Königs wird hervoragend verkörpert und glaubhaft und unterhaltsam vermittelt. Aber auch Mads Mikkelsen ist in gewohnt guter Form und überzeugt voll und ganz.

Zusammenfassend hat man es hier mit einem angenehmen Kostümfilm zu tun, der hier und da seine kleinen Höhepunkte und schauspielerischen Glanzleistungen hat, es gibt schöne Kostüme und Kulissen hier und da, insgesamt bleibt der Film aufgrund seiner vorhersehbaren und wenig innovativen Handlung und Machart nur im Mittelmaß.

Bewertung: 5/10

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