Die Plakatkritik: Bibi und Tina 3 – Mädchen gegen Jungs

© Filmladen Filmverleih
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Plakate können so vieles sein: Inspirierend, verstörend, ätzend oder einfach nur genial. Ab sofort beschäftigen wir uns hier mit Plakaten, die unsere Aufmerksamkeit erregt haben, ob auf angenehme oder weniger schöne Art.

Dieses Mal hat es das Plakat von Bibi und Tina 3 – Mädchen gegen Jungs geschafft, bei dem nicht verständlich wird, was dem potentiellen Zuschauer vermittelt werden soll. Bereits die Aufstellung der Figuren scheint progressiver als erwartet, da sie stereotype Charakteristika des anderen Geschlechts mit ihren Gesten auszudrücken wissen. Gleichzeitig wird dieser Eindruck aber zerstört, indem auf die typischen Farben für Jungen und Mädchen zurückgegriffen wird. Aber über diese Gestaltung könnte hinweg gesehen werden, wenn da nicht noch so vieles anderes so falsch wäre.

Zum Beispiel sticht der Waschbär ins Auge, der  verloren auf dem Plakat steht und zu zaubern beginnt. Was er dort zu suchen hat, warum er überhaupt magische Fähigkeiten hat und diese gerade einsetzen will, erschließt sich nicht, aber die Fragen reichen nicht weit genug, als dass man sich diesen Film ansehen möchte. Dann lieber akzeptieren, dass er da ist. So wie Amadeus und Sabrina, die aus dem Hintergrund in das Bild gelaufen kommen. Warum sie dort sind? Keine Ahnung, weder scheinen sie von Bibi und Tina erwartet zu werden noch werden sie sonst von jemanden geritten. Halt eine typische Situation, dass zwei Pferde einfach mal über die Wiese eilen, jedenfalls scheint keiner der Protagonisten verwirrt oder wenigstens davon beeindruckt zu sein.

Vielleicht kommen sie auch von dem Waldbrand, der im Hintergrund zu sehen ist und wollen auf die Gefahr aufmerksam machen? Oder der Brand ist ihnen genauso egal wie den Figuren, die sich eher ihrem Geschlechterkonflikt widmen müssen als die Feuerwehr zu rufen. Das könnten ja auch die Bewohner des Zeltes machen. Wäre nur ungünstig, wenn die gerade Pilze sammeln, zu sehen ist ja von denen auch nichts. Also verbrennen die wahrscheinlich eh gerade, aber das ist zweitrangig für alle. Nur ungünstig, dass sie ihre Scheinwerfer angelassen haben. Wenn die jetzt auch noch die schwebenden Zelte anstecken, gibt es zwei Brände, um die sich nicht gekümmert wird.

Besonders bezaubernd ist der Hintergrund, der so aussieht, als ob Marteria, Yasha und Miss Platnum ihre Erfolgssingle von 2012 wieder aufnehmen würden. Oder liegt diese lila Verfärbung am Brand? Vielleicht sind die auch von den fetten Beats von Peter Plate aufgewirbelt worden, der alten Ätznudel von Rosenstolz? Eine der unzähligen Fragen, die nicht beantwortet werden, aber eine Gewissheit zurücklassen: Wenn schon das Plakat so Banane ist, kann der Film auch nicht besser sein. Aber sehen wollte ich den ja sowieso nie, also alles im grünen Bereich. Wenigstens etwas.

Wertung: Voll daneben

 

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