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Dragonball Z – Movie 14: Kampf der Götter

© Universum Film (UFA)

Als Akira Toriyama 1984 anfing, die Geschichte von Dragon Ball zu erzählen, ging er davon aus, sie innerhalb eines Jahres abzuschließen. Der unerwartet große Erfolg – DB war bis in die Anfänge dieses Jahrtausends weltweit das meistverkaufte Manga und ist heute immer noch auf Platz 2 – führte dazu, dass es elf Jahre wurden und die Story eine Animeadaption sowie 13 Kinofilme und vier Specials bekam. 1996 wurde die letzte Folge erstausgestrahlt, das Bedürfnis der Fans war aber noch lange nicht gestillt und irgendwer hielt es für eine gute Idee, Dragon Ball GT zu produzieren. Diese Serie ist allenfalls akzeptable Fanfiction, aber keine würdige Fortsetzung, auch wenn es durchaus einige gute oder sogar hervorragende Elemente gab. Der goldene Weraffe ist beispielsweise eine logisch nachvollziehbare Weiterentwicklung und SSJ4 Gogeta ist für mich einer der coolsten Charaktere des gesamten DB-Universums.
2009 kam der unrühmliche Realfilm in die Kinos, über den ich mich an dieser Stelle nicht aufregen werde, da ich es hier bereits getan habe. Ich werde diesem Film keine Ehrenrettung zukommen lassen, denn es war nicht sein intentionaler Verdienst, aber er hatte eine sehr positive Folgeerscheinung: Toriyama hat den Film so sehr gehasst, dass er sich dazu entschloss, das DB-Universum wieder eigenverantwortlich weiterzugestalten. Dragonball Z – Movie 14: Kampf der Götter ist der erste animierte Kinofilm seit 1996 und der erste überhaupt, der zum Kanon zählt. Das liegt vor allem daran, dass Toriyama von Anfang an in die Entwicklung involviert war. Zeitlich spielt er zwischen den Kapiteln 517 und 518 des Mangas, also nach dem Sieg über Dämon Boo.

© Universum Film (UFA)

Beerus, der Gott der Zerstörung, wacht nach 39-jährigem Schlaf auf, um sich einem ihm prophezeihten mächtigen Gegner zu stellen. Sein Diener Whis setzt ihn davon in Kenntnis, dass Freezer geschlagen wurde, was ihn sehr überrascht. In seinen Träumen sah Beerus einen Super-Saiyajin-Gott und auf der Suche nach diesem begibt er sich zur Erde, wo sich die letzten lebenden Saiyajin aufhalten. Dort platzt er in Bulmas Geburtstagsparty und schon bald ist er durch die Ereignisse vor Ort derart verärgert, dass er die Erde zerstören möchte. Nur der Super-Saiyajin-Gott könnte ihn noch aufhalten – aber der muss erst mal gefunden werden.

© Universum Film (UFA)

Beerus ist als Antagonist eine interessante Wahl, da er im Grunde nicht böse ist. Er macht nur seinen Job als Gott der Zerstörung und wie Son-Goku ist er auf der Suche nach jemandem, der es mit ihm aufnehmen kann. Das ist untypisch für einen Gegner unserer Helden, aber nicht negativ.
Den Saiyajin-Gott muss man sicher nicht uneingeschränkt mögen. Es ist eine weitere Entwicklungsstufe, von der man noch nie gehört hat und die genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Aber so etwas gehört einfach zu Dragon Ball dazu.
Wer mit GT nichts anfangen konnte, findet schöne Seitenhiebe auf die Serie. Man muss nicht zwingend mit dem DB-Universum vertraut sein, auch wenn es sicher hilft, um den Film noch mehr zu genießen. Affinität zu Animes an sich sollte aber gegeben sein, ansonsten gehört man nicht zur Zielgruppe.

Kampf der Götter ist für Fans ein absolutes Muss. Die Animation ist hervorragend. Der eindrücklich inszenierte Kampf zwischen SSJ3 Son-Goku und Lord Beerus ist für mich das Highlight des Films, der Endkampf ist ebenfalls sehr solide. So gut die Action jedoch ist: Die Actiondichte bleibt leider eher gering, da diesbezüglich abgesehen von ein paar Schlagabtäuschen – besonders hervorzuheben ist Vegetas Ausraster – nichts weiter passiert. Das tut der Qualität des Films keinen Abbruch, führt aber dennoch zu Punktabzug – Kämpfe sind nun mal ein integraler Bestandteil von Dragon Ball.

Dragonball Z – Movie 14: Kampf der Götter ist mein persönlicher Lieblingsfilm von 2013.

Bewertung: 8/10

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