Gambit

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They are aliens, they are legal aliens – English men in … Texas. Zwei englische Gentleman, der eine ist des anderen Fahrer und ältester Freund, fahren durch das texanische Nichts und suchen eine Rodeokönigin mit deren Hilfe ein sehr reicher, sehr unsympathischer Mann in London übers Ohr gehauen werden soll. Die texanische Frohnatur soll einen sündhaft teueren Monet an den jähzornigen Lionel Shahbandar veräußern, natürlich eine Fälschung, die der Masterplan-designende Kunstexperte und seinerseits größter Feind des ungeliebten Chefs als Original bestätigen soll. So weit, so gut – erwartungsgemäß geht der Plan nicht so glatt wie gewünscht und soll bei dem ganzen Drunter und Drüber für jede Menge Lacher sorgen.

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Ein Drehbuch von Joel und Ethan Coen, ein frisch ausgezeichneter Oscar-Gewinner, ein hervorragender Schauspieler mit langjähriger Erfahrung und eine amerikanische Schauspielerin mit Komödienerfahrung als Gegengewicht. Im Grunde genommen hat Gambit alles, was eine erfolgreiche Komödie braucht – überzeugen kann der Film leider trotzdem nicht. Die Geschichte nimmt teilweise so kuriose Wendungen und Wirrungen, dass dem Zuschauer ganz schwindelig wird bei so viel Realitätsferne, die in Komödien generell nichts Schlechtes ist, wirkt hier leider nur künstlich und aufgesetzt.

Künstlich und dabei leider so gut wie nie witzig sind die Charaktere des Films. Obwohl die Schauspieler, Alan Rickman voran, ihre Sache gut bis sehr gut machen, wirken die Dialoge und Gags unendlich steif und können nur in den seltensten Fällen ein Lachen aus dem Zuschauer pressen. Dem Ganzen fehlt eindeutig die Lockerheit und auch das Niveau-Limbo, das schließlich mit Witzen über Penisse und Nudismus eingeleitet wird, bringt dem Film kaum Lacher. Dem Zuschauer wird mit extremem Druck und der voller Kraft der Albernheit ein flacher Witz nach dem anderen ins Gesicht gedrückt, was letztendlich schlicht zuviel des Guten ist.

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„Gambit“ hätte eine lockerleichte Gaunerkomödie werden können, stattdessen lernen wir wieder einmal, dass große Namen nicht unbedingt einen guten Film versprechen. Außer einem großen Koffer voller Geld ist leider nichts Bekanntes von den Coen-Brüdern zu erkennen, Cameron Diaz ist in ihrer Rolle leider nur nervig und Colin Firth spielt einen langweiligen Pechvogel und fällt damit in das „Nach-dem-Oscar-Loch“. Auch die diversen Nackt-Auftritte von Alan Richman oder die wenigen Film-Minuten mit Stanley Tucci können den Film nicht aus der unteren Mittelmäßigkeit reißen.

Bewertung: 4,5/10

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