Gefährten

© Walt Disney

Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Im Grunde genommen kann man diesen Film so zusammenfassen. Über alle Widrigkeiten hinweg, durch Krieg und alle Schrecklichkeiten der Menschheit schaffen es diese beiden Gefährten, ein Junge und ein Pferd, ihre Freundschaft nie zu vergessen… Klingt kitschig? Ist es auch. Am Anfang versucht man noch, den Film ernst zu nehmen, gegen Ende hin wird das aber immer schwieriger. Immer wieder gelingt es dem Pferd (dem eigentlichen Hauptcharakter) oder den Nebenfiguren irgendwie sich aus allen wirklich schlimmen Schwierigkeiten herauszuschlawinern, was den Film ab einem gewissen Punkt immer unglaubwürdiger macht. Das Pferd rennt genau durch die Kriegsfront und verfängt sich im Stacheldraht? Kein Problem, dann wird der Krieg eben mal kurz links liegen gelassen, zwei Soldaten aus den feindlichen Schützengräben tun sich zusammen und befreien das arme Tier, dann wird per Münzwurf entschieden, wer es behalten darf, ein paar blöde Witzchen werden gemacht, man wünscht sich alles Gute für den weiteren Kriegstag und geht seiner Wege. Wenn man gerade denkt, der Film kann nicht mehr schmalziger und pathetischer werden, legt der gute Mr. Spielberg noch eine Schippe drauf – von den Charles-Dickens-artigen Familienproblemen bis in-den-Sonnenuntergang-Reiten ist alles dabei.

Bewertung: 3/10

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