Guardians of the Galaxy

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© Marvel

„Well, on my planet, we have a legend about people like you. It’s called Footloose. And in it, a great hero, named Kevin Bacon, teaches an entire city full of people with sticks up their butts that, dancing, well, is the greatest thing there is.“ – „…Who put the sticks up their butts?“

Ein schwebender Klotz mitten im Weltall, ein Hochsicherheitsgefängnis der Extraklasse und innen ganz und gar außergewöhnliche Insassen. Aus dem Erdenbürger Peter Quill, dem Baumwesen Groot, dem Waschbär Rocket, der grünhäutigen Auftragskillerin Gamora und dem pathetischen Muskelberg Drax formen sich alsbald die „Guardians of the Galaxy“. Wie der Name schon vermuten lässt, haben die fünf ungleichen Freunde es sich zur Aufgabe gemacht, das Universum vor dem Bösen (in diesem Fall dem crazy Bösewicht Ronan) zu beschützen. Dass dabei erst noch einige persönliche Probleme und die Verhältnisse untereinander sprüchklopfend und fäustefliegend geklärt werden müssen, versteht sich von selbst.

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Die verschiedenen und wenig glattgebügelten Charaktere in „Guardians of the Galaxy“ sind ein großes Plus der Marvel-Produktion unter dem Regisseur James Gunn. Vielleicht hat der Regisseur sich der Kratzbürstigkeit seiner Figuren im 2010 erschienenen etwas extraordinären Superhero-Movie „Super – Shut up, Crime“ erinnert, denn schon dort begegneten uns glaubwürdige und gleichzeitig skurrile Menschen, die alles andere als eindimensional waren. Die Figuren in „Guardians of the Galaxy“ sind Schmuggler, Mörder und Kopfgeldjäger, sie sind frei und wild und klopfen einen derben Spruch nach dem anderen, kurz: sie sind sehr unterhaltsam.

Doch nicht nur die lockeren Charaktere machen aus „Guardians of the Galaxy“ ein positives Filmerlebnis, auch die Musik auf Peter Quills Walkman(!) sorgt für ein wohlig warmes Gefühl von Heimat. Ein zauberhaftes Potpourri aus Songs der 60er bis 80er Jahre, die es mittlerweile ins kollektive Kulturgedächtnis der westlichen Zivilisation geschafft haben, untermalt spacige Szenen auf fremden Planeten, die dem Zuschauer dadurch gleich weniger fremd vorkommen. Gleichzeitig erinnern sie uns an die tragische Szene mit Peters Mutter, die ihm diesen Awesome Mix Volume 1 zusammengestellt hat und entblößen so die verletzliche Seite des Draufgängers.

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An „Guardians of the Galaxy“ gibt es nicht viel zu meckern, der Film ist allerfeinstes Unterhaltungskino mit jeder Menge Kultpotenzial, über den einen oder anderen Schnitzer in Text oder Dramaturgie kann man deshalb großzügig hinwegsehen. Die dreckige und leicht zerstörte Ästhetik in der Gestaltung der Raumschiffe und Handlungsplätze passt perfekt zu den rauhen und kernigen Figuren, die ebenfalls ihre Macken haben – und sei es, dass sie keine Ironie verstehen. „Guardians of the Galaxy“ ist ein sympathischer, lockerer und unterhaltsamer Superheldenfilm mit ausgezeichneter Musik und charmanten Charakteren – Teil 2 kann kommen.

Bewertung: 8,0/10

2 Comments

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