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Jahresvorschau 2016

BildJahresvorschau

Das neue Jahr ist noch jung und bietet jede Menge Platz für Vorfreude. Wir sind in uns gegangen und haben geschaut, auf welche Filme wir uns im Jahr 2016 am meisten freuen. Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp für euch dabei – oder vielleicht habt ihr noch welche für uns?

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH / © Universal Pictures International Germany GmbH / © Warner Bros. Pictures Germany

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH / © Universal Pictures International Germany GmbH / © Warner Bros. Pictures Germany

DieFilmguckerin:

Es ist eine echt fiese Nummer, sich auf drei Filme zu beschränken. Welch grausames Gehirn hat sich das denn ausgedacht? Ähem. Einige Filme machen es mir hingegen ganz leicht, sie relativ uninteressant zu finden. Dazu gehört im Grund alles, was eine Zahl hinter dem Titel hat (Underworld 5, Ice Age Teil 724) und diverse Remakes, die kein Mensch braucht (Jumanji). Danke für diese Erleichterung, auch an dich Jack Reacher 2!

The Revenant (06.01.2016)

Im Grunde konnte ich von Anfang an nicht anders, als The Revenant schonmal im Vorraus zu feiern. Ich liebe Western, Iñárritu ist ein überaus begabter Regisseur und Leonardo DiCaprio auf dem Höhepunkt seines Könnens. Den Trailer dann auf der großen Leinwand zu sehen, machte die Vorfreude perfekt. Ich hoffe auf ein düsteres Rachedrama mit dreckigen Cowboys im Schnee und atemberaubene, wilde Landschaften. Und wo wir gerade von Cowboys im Schnee reden: The Hateful Eight wird auch auf jeden Fall geguckt.

Hail, Caesar! (18.02.2016)

Dass die Coen-Brüder gerne mit tiefschwarzem Humor spielen, haben sie in ihren vielen fabelhaften Filmen gezeigt. In Hail, Caesar! widmen sie sich dem alten Hollywood und seinen mannigfaltigen Charakteren. Wenn man dem schillernden Trailer Glauben schenken kann, dann können wir uns auf einen bunten und sehr gut besetzten Film über Filme freuen. Und über einen tanzenden Matrosen-Channing-Tatum. Ahoi!

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (17.11.2016)

Endlich mal wieder eine Gelegenheit, der langweilgen Welt der Muggel zu entfliehen und in Rowlings Universum der Zauberei abzudriften. Mich freut besonders die Mitarbeit des überaus talentierten Eddie Redmayne (The Danish Girl ist auch nur knapp an meiner Liste vorbeigeschrammt) und auch das frühe New York, in dem der Film spielen wird, hat seine Reize. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind wird im November 2016 sicherlich perfekt die kalte Jahreszeit einleiten – trotz des sperrigen Titels.

© Alamode Film / © Universum, DCM / KiWi

© Alamode Film / © Universum, DCM / KiWi

Es wird heiß – Die Top 3 des Kinojahres 2016 von StephanH:

Die dunkle Seite des Mondes

Nachdem bereits erfolgreiche Romane wie Small World, Der Teufel von Mailand und Lila, Lila von Martin Suter verfilmt wurden, folgt mit Die dunkle Seite des Mondes eine weitere und lang erwartete Adaption für den sehnsüchtigen Cineasten.
Wie so häufig bei Martin Suter geht es um den Verlust der eigenen Identität. Dieses Mal trifft es Urs Blank, seines Zeichens Wirtschaftsanwalt, der von Moritz Bleibtreu verkörpert wird. Eigentlich läuft das Leben von Urs Blank beispielhaft, sowohl erfolgreich als Partner einer namhaften Kanzlei als auch glücklich verheiratet. Bis seine Welt durch den Suizid eines befreundeten Anwalts ins Wanken gerät und er die esoterisch orientierteLucille kennen lernt, deren Rolle Nora von Waldstätten übernimmt. Mit ihr konsumiert er zum ersten Mal in seinem Leben halluzinogene Pilze und sein gesamtes Wesen verändert sich daraufhin. Verzweifelt sucht er nach einem Gegenmittel, doch gleichzeitig arbeitet auch sein älterer Partner Pius Ott daran (Jürgen Prochnow) ihn aus der Kanzlei zu drängen.
Große Erwartungen an den Film werden zurecht gestellt, porträtiert Martin Suter doch in dem Roman einen seiner interessantesten Charaktere, stellt dessen zunehmende Veränderung und die Anpassung an das neue Leben nachvollziehbar dar und lässt die Hoffnung aufkeimen, dass die filmische Umsetzung dem nur gerecht werden kann. Außerdem wurde mit Stephan Rick ein Regisseur gefunden, der bisher durch Kurzfilme und Serien bekannt geworden ist und sich hier an sein erstes Langspielfilmprojekt wagt. Und es befeuert die immer noch existierende Hoffnung, dass Moritz Bleibtreu nach Lola rennt noch eine weitere großartige Performance liefern kann, auch wenn diese Hoffnung schon mehrmals bitter enttäuscht wurde.

Filmstart: 14. Januar 2016

Freeheld

Freeheld von Peter Sollett erzählt die Geschichte von Laurel Hester, gespielt von der Oscar-Presiträgerin Julianne Moore. Sie arbeitet seit zwanzig Jahren als Polizistin und ist mittlerweile als Polizeikommissarin tätig. Mit diesem Beruf bleibt ihr nur wenig Freizeit, bis sie die Mechanikerin Stacie Andree kennenlernt, dargestellt von Ellen Page. Die beiden verlieben sich ineinander und neben dem Aufbau eines gemeinsamen Lebens gehen sie eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein. Doch ihr Glück währt nur kurz, denn bei Laurel wird Lungenkrebs diagnostiziert und der Kampf beginnt, dass Stacie das gemeinsame Haus nach ihrem Tod behalten darf. Für ihren Kampf sucht Laurel auch Hilfe bei ihren ehemaligen Kollegen, die sie zum Großteil nur die Verachtung für ihr Leben spüren lassen.
Neben dem Cast, der durch Michael Shannon und Steve Carrel ergänzt wird, klingt auch die Handlung spannend, wird doch weibliche Homosexualität nur selten im Kino thematisiert (Ausnahme: Blau ist eine warme Farbe). Außerdem wird die immer noch nicht gleichgestellte Ehe zwischen Homosexuellen und die Auswirkungen davon dargestellt, wie sie bisher noch nicht gezeigt wurden. Interessant wird es dabei herauszufinden, ob Julianne Moore und Ellen Page es gelingen wird, die beiden Frauen angemessen darzustellen, denen diese Geschichte wirklich widerfahren ist. Dafür lässt sich zuvor noch der gleichnamige Dokumentar-Kurzfilm empfehlen, um mehr über Laurel Hester und Stacie Andree und ihren gemeinsamen Kampf zu erfahren.

Filmstart: 07. April 2016

The Circle

The Circle von Dave Eggers war 2013 wohl der Roman des Jahres, schildert er doch die Gefahren der zunehmenden Digitalisierung und dem damit einhergehenden Verlust der Individualität des Menschen. Dabei ist der Circle ein soziales Netzwerk, das alle anderen Netzwerke unter sich vereint, mit Bezahldiensten verknüpft ist und jeden Lebensbereich seiner Nutzer abdeckt. Nun wird der Roman auf die große Leinwand übertragen.
Im Fokus des Films steht Mae Holland, von Emma Watson gespielt, die neu eingestellt wird und zuerst den Auftrag erhält, Kundenfragen zu beantworten und deren Feedback zu hinterfragen. Hierbei beginnt es bereits, dass erste Skrupel beim Rezipienten erwachen, denn wichtiger als richtige Antworten zu geben, ist die Bewertung für die gegebenen Antworten.
Im Verlauf nimmt die Anzahl an Maes Bildschirmen an ihrem Schreibtisch, die an sie gestellten Aufgaben und die Zweifel an der Idee des Circle beim Leser zu.
Damit hat es Der Circle geschafft, das virtuelle Leben kritisch zu betrachten, das wir täglich führen und eine bewusste Auseinandersetzung mit diesem Spannungsfeld zwischen Selbstdarstellung und Selbstaufgabe zu erreichen. Neben Emma Watson wird Tom Hanks zu sehen sein, der auch als Produzent für diesen Film fungiert hat und damit die Hoffnung an eine gute Verfilmung schürt, für den außerdem James Ponsoldt (The Spectacular Now, The End of the Tour) als Regisseur gewonnen werden konnte.

Filmstart: Noch offen

© Paramount Pictures Germany / © The Walt Disney Company Germany GmbH / © Twentieth Century Fox of Germany GmbH

© Paramount Pictures Germany / © The Walt Disney Company Germany GmbH / © Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Jaschar:

2016 werden mehrere Filme rauskommen, die durchaus vielversprechend sind. Disney hat 2015 fast schon monopolistisch dominiert, weshalb die anderen Studios einige ihrer Releases verschoben haben. Nach einem unterm Strich soliden 2015 bekommen wir filmisch gesehen also vielleicht ein gutes 2016. Sich zu beschränken fällt schwer – auf meiner Watchlist bei IMDb stehen momentan 68 Titel mit Releasejahr 2016, und die Zahl wird sicher noch stark wachsen – und anstelle jedes Titels hier hätte genau so gut ein anderer stehen können (ich gebe jeweils drei Beispiele). Hier also nun drei Filme des nächsten Jahres, auf die ich mich freue, ohne gewertete Reihenfolge.

Zoolander 2 (11. Februar 2016)
Ich habe mit Absicht jeglichen Trailer und sonstige Infoquellen zu diesem Film vermieden. Der erste Teil ist mit 9/10 für mich eine grandiose Mediensatire und Komödie. Die Fortsetzung wird in meinen Augen den hohen Erwartungen, die das Original für mich vorlegt, nicht gerecht werden, dennoch bin ich sehr gespannt auf den Film. Hätte auch hier stehen können: Hail, Caesar!, Mallbrats, Actors Anonymous

Das Dschungelbuch (14. April 2016)
2016 gibt es nicht nur Fortsetzungen, sondern natürlich auch wieder Remakes. Die literarische Vorlage sowie den Zeichentrickfilm fand ich gut, auch die ein oder andere Realadaption. Ich weiß nicht viel über diesen Film, aber der Trailer hat mich absolut in seinen Bann gezogen (Trailer sollte man eigentlich nicht anschauen, aber das würde hier zu weit führen). Besonders das Ende hat mich beeindruckt und mir massig Lust auf den Film gemacht. Hätte auch hier stehen können: Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny, Zoomania, Kung Fu Panda 3

X-Men Apocalypse (19. Mai 2016)
Auch wenn mich die Postcreditszene von X-Men: Zukunft ist Vergangenheit stark enttäuschte (sie ist wohl eher für Kenner der Comics), war dies mit 9/10 für mich der beste Film 2014. Regie für das Sequel übernimmt erneut Bryan Singer, was fast schon ein Erfolgsgarant für einen X-Men-Film ist. Hätte hier auch stehen können: The First Avenger: Civil War, Batman vs Superman: Dawn of Justice, Deadpool

© Wild Bunch; Central Film / © Concorde Filmverleih GmbH / © DCM Film Distribution

© Wild Bunch; Central Film / © Concorde Filmverleih GmbH / © DCM Film Distribution

GerritH:

Für mich persönlich war Star Wars: The Force Awakens wohl der meisterwarteste Film in meinem ganzen Leben und diese Erwartungen haben erst vor kurzem ein mehr als befriedigendes Ende gefunden. Seitdem ist es mir noch nicht so recht möglich gewesen, mich heiß auf das Kinojahr 2016 zu machen. Außerdem ist auch ein gewisses Vertrauen in das Blockbusterkino zurückgekehrt, besonders was Comicverfilmungen oder Star Wars betrifft. Natürlich erwarte ich alle (Deadpool, Batman V Superman: Dawn of Justice, The First Avenger: Civil War, X-Men: Apocalypse, Suicide Squad, Doctor Strange, Rogue One: A Star Wars Story), doch lasse ich sie eher einfach mit dem Grundvertrauen in ihre Qualität auf mich zukommen (na gut, Deadpool als coolster Comic-Charakter mit einer entsprechenden nicht jugendfreien Verfilmung lässt die Erwartungen schon ziemlich hochsteigen…) Auch bei The Hateful Eight, The Jungle Book oder Hail, Caesar! habe ich keine Bedenken. The Revenant durfte ich sogar schon sehen und es ist das erwartete Meisterwerk, was alle erhoff(t)en. Somit besteht meine folgende Auswahl aus Filmen, deren Vorzeichen zwar auch bestens stehen, bei denen ich aber unheimlich gespannt bin, ob diese entsprechend auch umgesetzt werden können:

Triple 9 (28. April 2016)

Die Namen machen eigentlich schon alleine Lust: John Hillcoat (The Proposition, The Road, Lawless) hinter der Kamera, Casey Affleck, Woody Harrelson, Kate Winslet, Aaron Paul, Chiwetel Ejiofor, Michael K. Williams, Anthony Mackie davor. Doch der Trailer und das Setting erinnert mich an einen bestimmten Film, der meine Genrefilm-Erwartungen alle übertraf, nämlich The Town, welcher der beste Gangster-Cop-Heist-Actioner seit Heat war. Triple 9 geht mit einer Top-Besetzung und der nötigen Härte in genau die Richtung und scheint auch nicht mehr sein zu wollen. Das klingt nach bester Unterhaltung in meinem absoluten Lieblings-Genre.

The Nice Guys (02. Juni 2016)

Eine Krimikomödie über zwei ungleiche Privatdetektive? Man könnte meinen, da will einer Kiss Kiss Bang Bang, eine der besten Komödien aller Zeiten (meiner Meinung nach), imitieren. Nur sitzt genau der Mastermind des Meisterwerks auch bei The Nice Guys hinter der Kamera mit eigenem Drehbuch. Shane Black (Autor aller Lethal-Weapon-Teile, Last Boy Scout und Last Action Hero) ist ein Garant für Buddy-Actionkomödien, der Trailer saulustig, der 70er-Flair unglaublich cool und allein eine Paarung von Russell Crowe und Ryan Gosling in einem solchen Setting klingt so abstrus, dass ich den Film sehen muss.

High-Rise (01. September 2016)

Einige Bewertungen sind schon draußen und die Meinungen sind geteilt. Meiner gespannten Haltung auf den Film schadet das aber nicht, der Grund dabei ist einfach: Ben Wheatley. Dieser Mann ist unberechenbar, seine kontroversen Werke reichen von nervenzerreißendem Thriller (Kill List, einer der krassesten Filmerfahrungen in meinem Leben) über tiefschwarzer Komödie (Sightseers) bis zu bizarrem Horror (A Field in England). Wenn ich als Fan seiner Filme gleichzeitig verstehen kann, wenn andere diese komplett abstoßend finden, sagt das viel aus. High-Rise könnte gleichzeitig Nischenkult und Müll sein. Ich kann es kaum erwarten, was er für mich wird. Die Besetzung ist überraschend mit großen Namen bestückt: Tom Hiddleston ist großartig und ich kann es kaum erwarten, Jeremy Irons wiederzusehen. Doch am meisten freue ich meinen kleinen Liebling Neil Maskell, der ja auch schon bei Kill List dabei war.

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