Kurzfilm der Woche: Spitzendeckchen

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Eine Wohnung zu bekommen, die nicht nur schön ist, sondern die man auch bezahlen kann: in vielen Großstädten der Welt ist das ein mehr als schwieriges Unterfangen – auch in Wien. Anna ist gerade erst nach Wien gezogen, um mit ihrem Freund zusammen zu sein, doch die Trennung kam schneller als gedacht. Logisch, dass sie sich schnell für die zwar etwas rumpelige, aber günstige Wohnung mitten im Wiener Zentrum entscheidet. Doch kurz nach dem Einzug stellt sie fest, dass die Wohnung ein unheimliches Eigenleben zu führen scheint – und diese Falten in ihrem Gesicht waren doch eben noch nicht da?

Der Regisseur Dominik Hartl erschafft in „Spitzendeckchen“ in kurzer Zeit eine ebenso vertraute wie abstoßende Szenerie. Schnell denkt man an die vollgestellte Wohnung der Oma, nur entspinnt sich hier eine unheimliche Geschichte, ein namenloses Grauen, das die Lebenskraft aussaugt und dabei unsichtbar bleibt.

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