Marias und Christians Kinoprognose: Oktober 2016

Ab jetzt wieder an jedem Monatsanfang – die Kinoprognose mit Christian von moviroyal. Wir widmen uns monatlich den aktuellen Kinostarts, geben euch Tipps und Prognosen zu (nach persönlichem Interesse) ausgewählten Filmen. Hier kommen die Empfehlungen und Warnungen für den Oktober.

diefilmguckerin:

© Sony Pictures Releasing GmbH
© Sony Pictures Releasing GmbH

Sausage Party (Start: 06.10.2016 R: Greg Tiernan, Conrad Vernon D: Evan Goldberg, Kristen Wiig, Seth Rogen)

Story: Nahrungsmittel – woher kommen sie, wohin gehen sie? Was sind ihre sehnlichsten Wünsche? Sausage Party handelt von dem Würstchen Frank, das endlich seiner wahren Bestimmung zukommen möchte – eingekauft zu werden. Als er aber herausfindet, was ihm und seinen Freunden anschließend blüht, flüchtet er zurück in den Supermarkt, um die anderen Nahrungsmittel zu warnen.

Prognose: Superalbern, genau mein Ding. Ja, ich möchte bitte jede Menge dämliche Wortwitze und Scherze zum Thema Essen hören und ich will die Lebensmittel-Orgie sehen. Danke. Um in den USA eine Freigabe unter 18 Jahren zu erhalten, mussten einige Schamhaare von einem Pita entfernt werden und Seth Rogen hält den Film für sehr versaut. Ich in dabei. Achso, in der Originalversion dürfen wir den Stimmen von Seth Rogen, Michael Cera, Edward Norton, Kristen Wiig und Salma Hayek lauschen – OV ist demnach ein Muss.

© Capelight / Koch Films / Central
© Capelight / Koch Films / Central

Swiss Army Man (Start: 13.10.2016 R: Dan Kwan, Daniel Scheinert D: Paul Dano, Daniel Radcliffe, Mary Elizabeth Winstead)

Story: Kurz bevor der auf einer einsamen Insel gestrandete Hank seinem Leben ein Ende setzen will, wird der tote Körper von Manny an Land gespült – endlich Gesellschaft! Es entwickelt sich eine schräge Freundschaft zwischen der flatuierenden Leiche und dem ungeliebten jungen Mann.

Prognose: Dieser Film darf auf der Empfehlungliste auf keinen Fall fehlen – für mich der bisher beste Filme des Jahres. Der brilliante Paul Dano spielt mit dem noch brillianteren Daniel Radcliffe in einem gleichsam wunder- wie sonderbaren Film, den man sicherlich noch nie gesehen hat. Mehr Lobpreisungen in der ausführlichen Kritik. Angucken!

© The Walt Disney Company Germany GmbH
© The Walt Disney Company Germany GmbH

Doctor Strange (Start: 27.10.2016 R: Scott Derrickson D: Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Chiwetel Ejiofor)

Story: Der Neurochirurg Dr. Steven Strange (wenn das mal kein Entenhausenname ist!) kann nach einem Unfall nicht mehr operieren. Er erhofft sich Heilung von der Einsiedlerin The Ancient One, die ihm stattdessen allerlei Magie zur Verteidigung der Welt beibringt. Einer ihrer ehemaligen Schützlinge bedroht nämlich dieselbe und es kann nur einer helfen – Dr. Strange!

Prognose: Obwohl ich eigentlich nicht so der Marvel-Fan bin, sieht Dr. Strange einfach zu gut aus, um nicht angeschaut zu werden. Abgesehen von den Inception-mäßigen Stadtfaltungen und anderen coolen Effekten, die das Ganze sicher zu einem Augenschmaus auf der Leinwand machen werden, überzeugt vor allem der Cast. Neben Benedict Cumberbach (!) gibt es Tilda Swinton (!!!) und Mads Mikkelsen (!!!) zu bewundern. Und wenn dann noch eine brauchbare Erklärung dafür geliefert wird, warum nicht Tilda Swinton selbst gegen das Böse kämpft, wird alles gut.

Christian von Movieroyal:

© Studiocanal GmbH Filmverleih
© Studiocanal GmbH Filmverleih

Blair Witch (Start: 06.10.2016 R: Adam Wingard D: Corbin Reid, Wes Robinson, Valorie Curry)

Story: Vor 20 Jahren verschwand James‘ Schwester Heather spurlos in den Wäldern von Burkittsville. Als er plötzlich Videoaufnahmen seiner Schwester im Internet findet, macht er sich gemeinsam mit anderen Studenten auf die Suche und entdeckt dabei, dass sich etwas grausiges zwischen den Bäumen in den Wäldern Marylands befindet.

Prognose: Da staunten wir nicht schlecht, als sich Adam Wingards neuester Film The Woods urplötzlich als Sequel des Blair Witch Franchises entpuppte. Nach aller Überraschung blieb die Frage: Brauchen wir das? Eigentlich nicht, aber Wingard hat insbesondere mit The Guest, aber auch mit You’re Next zwei große Genrefilme abgeliefert und so ist es ihm zuzutrauen, dass er den Blair Witch Mythos frisch aufbereiten kann. Einigen Kritiken aus den USA zur Folge, ist jedoch die spontane Enthüllung des Filmtitels die einzige Überraschung bezüglich des Films. Aber in den nächsten Tagen kann sich jeder selbst ein Bild von Blair Witch machen.

© Universal
© Universal

American Honey (Start: 13.10.2016 R: Andrea Arnold D: Sasha Lane, Shia LeBeouf)

Story: Nichts mehr zu verlieren hat Teenagerin Star, die sich deshalb einer Drückerkolonne anschließt, die Zeitungsabos als Haustürgeschäft vermittelt. Doch das eigentliche Leben findet in der Nacht statt. Wilde Partys, die erste große Liebe und Gesetzesbruch. Ein Roadtrip der besonderen Art.

Prognose: American Honey könnte eine der großen Independent-Überraschungen des Jahres werden. Die Britin Andrea Arnold überzeugte schon früher mit Filmen wie Fish Tank und auch American Honey soll ein realistisches Gesellschaftsbild zeichnen und uns tief in die Story ziehen. Wild, chaotisch und unglaublich emotional. Für höchste Authenzität besetzte Arnold wenige bekannte Darsteller und castete stellenweise Teenager mitten auf der Straße. So bekam auch Hauptdarstellerin Sasha Lane ihre Rolle. Stimmen lassen verlauten, dass American Honey einer der intensivsten Filme des Jahres ist. Ich bin gespannt.

© Tiberius Film/24 Bilder
© Tiberius Film/24 Bilder

31 (Start: 27.10.2016 R: Rob Zombie D: Sheri Moon Zombie, Malcolm McDowell)

Story: Zur Halloween-Zeit werden fünf Leute scheinbar wahllos gekidnapped und festgehalten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, müssen die Personen an einem mörderdischen Spiel teilnehmen, bei dem es gilt, 12 Stunden am Leben zu bleiben im Kampf gegen eine Clown-Gang.

Prognose: Der Plot von Rob Zombies neuestem Splatter-Machwerk 31 klingt bescheuert und ist bescheuert. Jedoch versprach ich mir dennoch sehr viel im Vorfeld von 31. Doch die ersten Kritiken und längere Ausschnitte lassen ganz, ganz schlimme Filmkunst befürchten und somit wird der Film letztlich kein Highlight des Oktobers werden, sondern viel mehr eine Demonstration der völlig überschätzten Fähigkeiten Rob Zombies als Regisseur.

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