Maze Runner

© Twentieth Century Fox
© Twentieth Century Fox

Der Hobbit, Harry Potter und die Tribute von Panem beweisen: fantasievolle Heldenreisen mit bombastischen CGI-Kulissen und jungen Darstellern funktionieren hervorragend und lassen sich besonders schön zum Mehrteiler auswalzen. Auch Maze Runner basiert wie die drei genannten Filmserien auf einer Reihe von Jugendbüchern. Sein Budget von 34 Mio. $ hat das Teil beinahe schon am Startwochenende wieder eingespielt.

Wie war das noch mal in den Tributen von Panem? Der Film zeichnet eine Dystopie – irgendwann in der Zukunft – mit jugendlichen Darstellern nach. Ein Gruppe von Auserwählten fährt mit einem Aufzug von unten in eine Arena und wer überlebt ist der Auserwählte der Auserwählten. Und bei Maze Runner? Dieser Film zeichnet eine Dystopie – irgendwann in der Zukunft – mit jugendlichen Darstellern nach. Ein Gruppe von Auserwählten fährt mit einem Aufzug von unten in eine Arena und wer überlebt, ist … hmmm.

In Maze Runner schlagen sich die jungen Männer wenigstens nicht selbst die Köpfe ein, dafür müssen sie die Angst vor dem Unbekannten, ausreichend eklige Monster, den Widerstand eines sturen Mitgefangenen (*gähn*) und das namensgebende gigantische Labyrinth (wow!) überwinden. Die Figuren sind klischeehaft geschrieben und ganz ok dargestellt, mangels Tiefe kann hier aber sowieso kein Schauspieler glänzen oder scheitern. Etwas bescheuert ist hier die (vorlagentreue) Gruppenzusammensetzung mit Quotenfarbigem, Quotenasiate und Quotenfrau.

Was den Film vorantreibt, sind die Fragen, die einem das aberwitzige Setting stellt: Die Handlung begleitet die Hauptfigur Thomas bei seiner Ankunft auf der Lichtung, die sich nicht im Wald, sondern im Herzen eines Labyrinths befindet. Der Film sorgt mit hohem Tempo für ständige Spannung und bietet im Mittelteil interessante Bilder und viel Tempo und Action. Man fragt sich ständig: was ist das für ein Ort, wer hat ihn erbaut, warum werden diese langweiligen Jungs hier seit Jahren eingesperrt, warum traut sich kein Fußlahmer ins Labyrinth und wo zur Hölle führt das alles hin? Das sehr abrupte Ende lässt leider nichts Gutes ahnen.

Am Schluss werden nämlich alle Fragen beantwortet: Es war alles nur …, alles weitere im zweiten Teil. Der Start ist für den September 2015 geplant. Klare Empfehlung: warten bis alle Teile raus sind und dann Triple Feature.

Fazit: Wertung ohne Teil 2 nicht möglich

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