Media Monday #134

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Im Hals kratzt es, das Zimmer ist über Nacht auf angenehme -32 Grad heruntergekühlt und in mehrere Decken gewickelt gibts die Fragen des Medienjournals heute mal direkt aus der Koje. Und los!

1. Was haltet ihr von den zahllosen Oscar-Artikeln und Prognosen, die derzeit wieder allerorten aus dem Boden schießen? Nett, unnötig, egal, spannend? Kommt immer drauf an, wie das so gemacht ist. Wenns nur eine langweilige Liste ist, finde ich es nicht so toll. Ich habe aber auch schon ganz interessante Texte gelesen, selbst einen Oscar-Text verfasst (morgen hier auf diesem Blog! Yeah, yeah, yeah!) und an einem Tippspiel teilgenommen. Ich bin außerdem bereits zum Oscar-Gucken verabredet – das wird eine Premiere, ich hab bisher noch nie die Verleihung geschaut. Demnach: Oscar-Fiebergrad: heiß heiß heiß!

2. Aber die Oscars sind ja auch immer noch mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ich denke, wir haben alle so einige Filme konsumiert. Welcher Film, den ihr im letzten Jahr geschaut (!) habt, meint ihr, hätte das Zeug zum Kultfilm? Hm. Ich denke, dass vor allem „Gravity“ vielen Menschen noch eine Weile im Kopf bleiben wird und möglicherweise auch das Zeug zum Kultfilm hat. Mein persönlicher Liebling des vergangenen Jahres ist allerdings „Inside Llewyn Davis“ – dem würde ich es sehr wünschen, dass er sich zum Kultfilm mausert.

3. Und dann bitte noch eine Empfehlung: Der ideale Anti-Schlechte-Laune-Film ist „24 hours happy“ (ist kein Film im eigentlichen Sinne, ist mir aber egal), weil ich seine aufhellende Wirkung schon oft erprobt habe – funktioniert!

4. Das Thema Comics hatten wir auch schon länger nicht mehr: Habt ihr euch vorgenommen, in der Richtung im noch jungen Jahr etwas zu lesen? Natürlich wenn ja was, wenn nein, warum nicht? Ich habe mich erst kürzlich entschlossen mich einmal mit John Constantine zu beschäftigen. Dann stellte ich fest, dass es Band 1 leider nirgends käuflich zu erwerben gibt. Hat vielleicht einer von euch einen Tipp?

5. Eine Frage zum Thema Umzug fällt mir doch schon ein, weil das heute bei uns aktuell war: Was ist die eurer Meinung nach sinnvollste Art, die eigene Film- und Büchersammlung zu sortieren? Meine Filmsammlung ist im Moment noch nicht ausufernd genug, dass sie eine angemessenen Sortierung brauchen würde. Meine Bücher sind lose thematisch sortiert, es gibt Regalplätze für Klassiker, Seefahrerromane, Buchreihen, Kunstkram etc. pp. Richtig drüber nachgedacht habe ich bislang nur bei meinen CDs, die vor nicht allzu langer Zeit noch chronologisch nach Kaufdatum (!) sortiert hatte – jetzt habe ich mich aber ganz klassisch fürs Alphabet entschieden.

6. Und dann noch was zum Thema Emanzipation: Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen, wie schlecht Frauen grundsätzlich in den meisten Filmen wegkommen und das sie kaum sinnvolle Rollen haben, bedeutend weniger Dialoge und wenn doch, dann meistens über die Hauptfigur, die natürlich meistens männlich ist. Nennt doch mal als Gegenbeispiel eine richtig starke, charakterlich ausgearbeitete, überzeugende und eigenständige Frauenfigur in Film oder Fernsehen. Ich habe neulich mal wieder „Volver“ geschaut und war angenehm überrascht, denn in diesem wunderbaren Film sind alle Hauptrollen mit Frauen besetzt. Es gibt natürlich auch Gespräche über Männer, sie sind aber nicht das Hauptthema – sehr erfrischend!

7. Meine zuletzt gesehener Film war „Abbitte“ und der war sehr schön und sehenswert, weil die Geschichte und die Charaktere interessant waren und das alles verdammt gut aussah. Tolle Bilder, tolle Story und eine gelungene Roman-Verfilmung.

19 Comments

      1. Wo fange ich bloss an? … Sie sieht immer irgendwie krank aus und verzieht ihren Mund ganz komisch, ausserdem spielt sie nicht sonderlich gut. Ich bin einfach kein Fan, sehe sie lieber nicht wenn möglich.

  1. Ziemlich beste Filmkritiken

    Also Inside Llewyn Davis wird von mir schon auf DVD herbei gesehnt, kam bei uns leider nicht im Kino!:-) Dein „Gute-Laune-Film“ läuft grade und jetzt hab ich das Lied wieder den ganzen Tag im Kopf!:-D

  2. Ha, ich hab auch im ersten Moment an Volver gedacht, dann aber doch generell Filme von Almodóvar genannt.
    Und auf Inside Llewyn Davis als Kultfilm kann ich mich genauso einigen. Gravity mochte ich sehr gern, Potential zum Kultfilm im engeren Sinne (falls man das so sagen kann), sehe ich aber eher nicht.

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