Melancholia

Beklemmend, traurig und wunderschön. Großes Kino und ein Film, den man nicht so schnell vergessen kann.

www.melancholiathemovie.com

Bewertung: 8/10

3 Comments

  1. Möööp, seh ich anders. Irgendwie ging mir der gewaltig gegen den Strich. Aber es scheint so, als wäre ich mit der Meinung echt total alleine.

    Ich mochte Frau Dunst weder in ihrer weinerlichen, noch in ihrer erstarkten Rolle; ich fand die Planeten-Metapher irgendwie zu platt und auch die (wenn auch optisch sehr schönen) Bilder a la „sie muss durch einen Sumpf stapfen und dabei wird sie von schwarzen Schlingen festgehalten“ fand ich irgendwie doch sehr… nja, flach irgendwie.

    Ich weiß ja, dass es um Depresion, Schwermut, eben Melancholie geht- aber die funktioniert m.E.n. auch auf einem wesentlich nihilistischeren Level, und nicht in schön ausgefeilten, ästhetischen Bildern. Ich fand Inhalt & Form nicht kohärent.

    Aber woß weeß denn I, schlechter Film ists natürlich nicht, technisch schon gar nicht.

    1. Jaja, so biste eben – immer anti. 😉

      Ich fand eben gerade die Sache mit dem Planeten gut, weil es eben kein Entkommen geben kann, dieser Gedanke hat mich wirklich beschäftigt. Die Metaphorik habe ich beim Gucken jetzt erstmal nicht weiter beachtet – wofür steht denn der Planet deiner Meinung nach? Bei meiner Recherche kam mir da so einiges unter, ich persönlich nehme es einfach so hin, dass da zwei Planeten kollidieren.

      Und ich fand es eben gerade gut, dass der Untergang der Welt in solchen enorm ästhetischen Bildern festgehalten wird – dieser Kontrast ist doch total spannend (eben auch zwischen Schwermut und Ästhetik). Und gerade diese Anfangssequenzen sind besonders gut, weil man zunächst nichts damit anfangen kann, sich dann aber während des Films immer wieder daran erinnert.

      1. Ich mag dem ja auch Recht geben, dass man über den Film zumindest am Tag danach noch nachdenkt – und wie gesagt, technisch wie optisch ist der schon sehr opulent.

        Es stimmt, das mag dann nun Deutung sein, und im Grunde ists egal, was die Planeten nun sind – meine Reaktion darauf war einfach eine sehr persönliche. Ich habe auch mit meinen eigenen Depressionen zu tun, und die sind nicht episch, da fliegen keine wunderschön glänzenden Metaphern durch den Raum oder es baut sich ein romantisches Konzept auf- die sind dreckig, schmutzig und grau. Es ist die Leere, das Nichts, die Wertlosigkeit aller Dinge. Daher habe ich auf diese doch sehr romantisierte Version einfach so reagiert, denke ich.

        Zudem kam auch noch, dass mich das Verhalten von Frau Dunst sehr stark an eine mir bekannte Person erinnert hat, und mir da ihr Verhalten nochmehr widersprach.

        Also im Grunde, so scheints, baut meine Ablehnung eher auf persönlichen Assoziationen denn auf dem Film selbst auf. Und das muss ein FIlm natürlich auch erstmal schaffen. De facto kann ich aber trotzdem sagen, dass der Film für mich alles andere als ein „Flash“ war. Hatte den ziemlich kurz darauf wieder vergessen…

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