Monster Uni

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Wir haben es wieder einmal mit dem Glücksspiel des zweiten Teils eines Erfolgsanimationsfilms zu tun, der bekanntermaßen entweder sehr cool, nichtssagend oder sehr doof sein kann. Glücklicherweise hat Pixar es geschafft, dass Monster Uni nicht nur toll aussieht, sondern auch mit einer witzigen und interessanten Geschichte aufwarten kann und somit zur ersteren Kategorie gehört. Nach dem wirklich entzückenden und überzeugendem Vorfilm über zwei verliebte Regenschirme kann sich der Zuschauer in die bunte und einfallsreiche Welt der Monster fallen lassen.

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© Disney/Pixar

In dem Prequel zu Monster AG aus dem Jahre 2002 treffen wir die Grundschulversion des kleinen grünen Monsters mit dem großen Auge wieder. Nach einem abenteuerlichen Schulausflug in die Monster AG hat der kleine Mike Glotzkowski seinen Lebenstraum gefunden: er will Scarer werden. Dafür rackert er sich in der Schule ab und liest alle Bücher zu der Thematik bis er endlich an die Monster Uni kommt, um sich in seinem Traumberuf ausbilden zu lassen – das richtige Erschrecken für jeden Typ Kind will schließlich gelernt sein. Dort trifft er den wuscheligen blauen James P. „Sulley“ Sullivan, dem das Erschrecken im Blut liegt und der trotz Lernfaulheit jede Menge Lob einheimsen kann. Rivalitäten zwischen dem Streber und dem Naturtalent sind vorprogrammiert.

Monster Uni ist storytechnisch ein großer Spaß. Obwohl die Geschichte zunächst vorhersehbar erscheint, gibt es im Laufe der Spielzeit einige überraschende Wendungen, die die Spannung hochhalten und immer wieder Interesse wecken. Als Zuschauer langweilt man sich zu keiner Zeit und kann ausgelassen mit den Figuren mitfiebern. Jede Menge Witz für Klein und Groß und unterhaltsame Situationskomik machen den Film zu einem besonderen Erlebnis mit vielen Lachern. Die Charaktere sind durch die Bank weg liebenswert und authentisch und der Zuschauer kann sich schnell in die Welt der Monster einfinden, denn wer kennt sie nicht: die Ehrgeizigen, die Entspannten mit dem Naturtalent oder die liebenswerten Loser? Immer wieder vermögen die Charaktere den Zuschauer mit unerwarteten Handlungen zu überraschen und zu erfreuen.

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© Disney/Pixar

Bemerkenswert ist auch die aufwändige und detailgetreue Animation, die sich logischerweise qualitativ erheblich vom Vorgänger unterscheidet. Die Oberflächen und haarigen Monster wirken echt und sind liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet. Auch die Umgebungen und vor allem die Gebäude der Monster Uni sind mit wirklich witzigen Einzelheiten gespickt und überraschen den aufmerksamen Zuschauer (zum Beispiel kleine Stacheln auf jeder Kuppel und den Dächern). Besonders faszinierend sind die vielen verschiedenen Monster, die sich auf dem Campus so herumtreiben und die allesamt der grenzenlosen Kreativität der Pixar-Mitarbeiter entsprungen sind. Man kann sich die Augen gar nicht satt sehen an den vielfältigen Formen und Farben, an den haarigen, den schleimigen, den stacheligen und den gepanzerten Monstern und ihren interessanten Fähigkeiten. Die Monster Uni strahlt eine wundersame Verschiedenartigkeit aus und entführt den Zuschauer in ein buntes, unbekanntes Land voller Witz und Zauber.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pixar mit Monster Uni ein wirklich unterhaltsamer und witziger Film gelungen ist, der dem Vorgänger in nichts nachsteht. Die vielen verschiedenen Monster und Charaktere machen den Film bunt und witzig. Die Geschichte ist interessant und spannend und beherbergt jede Menge Witz und Spaß nicht nur für Kinder. Ich persönlich empfehle außerdem die englische Originalfassung, denn die Stimmen von Billy Crystal, John Goodman, Helen Mirren und Steve Buscemi passen perfekt zu den Charakteren und sind äußerst angenehm. Hier noch ein kleiner Clip als Einblick!

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Bewertung: 8/10

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