Moonrise Kingdom

Was für ein schöner Film! Wes Anderson schaffte es ja schon des öfteren, den Zuschauer mit seinen tollen Bildern und ausgprägten Charakteren in den Bann zu ziehen, aber dieses Mal ist wirklich alles perfekt. Nach dem wirklich hervorragenden Einstieg in den Film, der mit wunderschönen Kamerafahrten und herrlich komponierten Bildern überzeugt und dazu führt, dass man die Augen nicht abwenden kann, ist man sofort eingetaucht in die Geschichte einer ersten (ganz) großen Liebe und den dazugehörigen Abenteuern. Ganz behutsam lernt man die Charaktere zunächst in ihrem gewohnten Umfeld kennen, unter anderem die schüchterne Suzy, die die Welt nur durch ihr Fernglas betrachtet oder auch den schrägen Pfadfinderanführer Scout Master Ward, der sein Leben den Pfadfindern widmet (wunderbar gespielt übrigens von Edward Norton in Kniestrümpfen!), dann kann man sich entspannt zurücklehnen und zuschauen, wie ihr aller Leben aus den Fugen gerät und wie sich die Charaktere entwickeln. Die Geschichte ist sehr schön erzählt und entwickelt ab der Hälfte des Filmes mit einem herannahendem Jahrhundertsturm eine ungeahnte Spannung, die einen die Finger in die Kinositze krallen lässt – bis zum Ende fragt man sich, was wohl gleich passieren mag und worauf um Himmels willen das alles hinauslaufen soll. Der Film überzeugt von Anfang bis Ende mit einer wunderschönen, fesselnden Geschichte und ganz und gar herrlichen Bildern, nicht zuletzt aber auch mit einer großartigen Besetzung (u.a. Bruce Willis, Bill Murray, Tilda Swinton (sehr cool), Frances McDormand, Harvey Keitel (mein persönliches Highlight!)), die sich aber nicht in den Vordergrund spielen, sondern den wirklich brillianten jungen Hauptdarstellern genug Platz lassen, um ihre Geschichte zu entfalten. Ein wirklich schöner Film, an den man noch oft denkt.

Bewertung: 10/10

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