Norm – König der Arktis

© Splash Entertainment

Norm – König der Arktis wirkt optisch, als wäre er ein Computerspiel aus den 90ern. Hier und da fehlen Frames in der Animation und die Figuren sehen teilweise unfertig gerendert aus. Der Film ist zwar durchaus anschaubar und nicht grottenschlecht animiert, aber man würde im Leben nicht darauf kommen, dass er im selben Jahr wie Kung Fu Panda 3 oder Zootopia erschienen ist. Das heißt natürlich erst mal nichts, auch ein Animationsfilm besteht aus mehr als nur Optik und kann so was durchaus noch wettmachen, wenn er in anderen Bereichen gut abliefert. Da gibt es allerdings ein Problem: Die Animation ist das Beste an dem Film.

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Die meisten Charaktere sind wandelnde Klischees und/oder tragen überhaupt nichts zum Geschehen bei, fast kein Witz ist lustig (natürlich fehlen auch Piss- und Kotzjokes nicht, denn die sind immer lustig, vor allem in einem Kinderfilm) und die Story ist voller Plotholes und Widersprüchen. Norm kombiniert verschiedene Elemente von Der König der Löwen, Happy Feet, Madagascar, Ice Age und Minions, ohne zu verstehen, was diese im Original so gut machte. Der Film ist ein schamloser Cashgrab und eine Beleidigung für die Intelligenz des Zuschauers.

Die Macher zeichnen vor allem verantwortlich für die Alpha and Omega-Reihe, die sich auf einem ähnlichen Niveau bewegt, aber wenigstens immer Direct-to-DVD für die Gammelkiste bei Walmart produziert wird und man weiß, was man da bekommt. Dass dieser Film eine Kinoauswertung bekommen hat, ist eine absolute Frechheit.

Norm – König der Arktis kann ohne Weiteres als schlechtester Kinofilm 2016 angesehen werden. Der Titel schlechtester Animationsfilm aller Zeiten ist ebenfalls in greifbarer Nähe – Foodfight! war zwar bei ähnlich miserabler Story unzweifelhaft schlechter animiert, hatte aber immerhin keinen Kinorelease.

Bewertung: 2/10

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