Penny Dreadful Recap Episode 1.4 – Demimonde

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© Showtime

Leichen, Monster, Übersinnliches – ab sofort gibt es an dieser Stelle ein wöchentliches Recap zur Horror-Serie “Penny Dreadful”, die am 11. Mai 2014 gestartet ist. Im viktorianischen London geht es heiß her, denn die Welt der Lebenden und der Toten vermischen sich und Vampire, zerhackstückelnde Monster und anderes Kroppzeuch geht auf Beutezug. Wieviel Blut geflossen ist, welche Figuren aufgetaucht sind und was passiert ist, kann von nun an hier nachgelesen werden – Spoiler ahead!

Was passiert ist: Noch letzte Woche habe ich es herbeigesehnt und schon ist es so weit: Dorian Grey ist zurück – und wie! Aber immer eins nach dem anderen. Wieder kein Tod zu Beginn der Episode mit dem klangvollen Titel „Demimonde“, nein, stattdessen finden wir uns auf einer ziemlich nackten Party des Lebemanns Dorian Grey wieder. Der Gute scheint jedoch sichtlich gelangweilt von dem wilden Treiben und kann anscheinend nur durch ein ganz besonderes Bildnis in den Bann gezogen werden. Der Literaturkenner wird sicherlich schon wissen, was darauf zu sehen ist, alle anderen müssen sich wohl noch ein wenig gedulden.

Vanessa Ives scheint jedenfalls in Mr. Grey das Objekt ihrer Begierde entdeckt zu haben. Bei einem kleinen Spaziergang im Gewächshaus werden fleißig Blumen befummelt und sich flammende Blicke zugeworfen. Das könnte noch ziemlich heiß werden. Währenddessen wird in Sir Malcolms Villa fleißig weiter am Dämonenblut geforscht und Frankenstein und sein Partner Van Helsing (ja, genau der) entdecken, dass das Wesen im Keller sich offensichtlich von Blut ernährt. Sag bloß! Anschließend wird Dr. Frankenstein erneut von Caliban bedrängt, dem es immernoch nach einer Gefährtin gelüstet.

Ethan Chandler und Brona Croft schweben weiterhin auf Wolke 7, im Bett erzählt sie ihm von ihrem Ex-Freund, der sie nicht besonders gut behandelt hat. Um sie aufzumuntern, lädt Ethan seine Herzdame für später ins Theater ein. Anschließend macht er sich auf den Weg zu Sir Malcolm, wo sich bereits um das Wesen im Keller geschart wird. Frankenstein versucht, ein Heilmittel für dessen Leiden herzustellen, das sich möglicherweise auch später bei Malcolms Tochter anwenden lässt. Beim Warten auf den Wirkeintritt entbrennt ein kleines Wortgefecht zwischen Ethan und Dr. Frankenstein, das unerwartet einiges an Witz in die Serie bringt – nice!

Da das Heilmittel offensichtlich seine Wirkung verfehlt hat, wird das Wesen im Keller nun mit einer Katze gefüttert, nachdem Ethan Chandler sich vehement dagegen gewehrt hat, sein Blut zu stiften – verdächtig, verdächtig! Am Abend entführt er dann seine Liebste ins Theater, in dem zufälligerweise auch unser Monster Caliban hinter der Bühne tätig ist. Brona Croft ist von dem Stück mit dem Titel „The Transformed Beast“ über die Maßen begeistert, während Ethan den pelzigen Werwolf auf der Bühne eher belächelt – verdächtig! Zufällig haben sich auch Vanesse Ives und Dorian Grey im Theater eingefunden und alle treffen in der Pause aufeinander. Brona Croft fühlt sich in Gesellschaft ihres einstigen Kunden und der feinen Dame aber sichtlich unwohl und flüchtet auf die Straße, auf der sie Ethan kurze Zeit später klarmacht, dass ihre Beziehung zum Scheitern verurteilt ist und sie sowieso bald sterben muss – Romanze beendet. Anschließend stürmt sie durch die Straßen Londons und bleibt schließlich hustend an einer Hauswand liegen.

Durch etwas widerliches Anknabbern der Hände konnte übrigens die Gestalt in Sir Malcolms Keller entkommen und befindet sich nun auf Streifzug durch sein Haus. Sir Malcolm und Dr. Frankenstein entdecken in Mr. Ives Zimmer eine unheimliche vampirartige Kreatur, die offensichtlich nach ihr gesucht hat. Nachdem diese geflohen ist, kommt es zu einem kurzen Handgemenge mit dem Keller-Wesen, das dann aber etwas unglücklich auf einer Scherbe landet und verscheidet. Vanesse Ives wird erneut daran erinnert, dass sie von unheimlichen Wesen verfolgt wird.

Dorian Grey liest den verdatterten Ethan Chandler vor dem Theater auf und verspricht ihm Zerstreuung bei einer ganz besonderen Beschäftigung. In einem geheimen Etablissment beobachten beide einen Hund, der in einer Art Arena soviele Ratten wie möglich töten muss und dabei das gesamte Publikum mit Blut bespritzt. Ethan steckt das Ganze nicht gut weg (verdächtig!) und gerät in eine Schlägerei an der Bar. Schließlich landen die beiden in Greys Villa, wo sie sich dem Absinth und schließlich Wagner (was sonst?) hingeben. Nach einer Reihe von crazy Flashbacks, die auf Ethan einhämmern, (unter anderem Szenen von zerstückelten Leichen, die wir bereits in den ersten Minuten anderer Episoden gesehen haben – verdächtig!) küsst er Dorian Grey plötzlich ziemlich heftig. Das ist nicht nur überraschend, sondern auch ziemlich heiß und wirkt zumindest von seiten Ethans sehr animalisch – verdächtig!

Zitat dieser Folge: „Holy Christ, you’re both morbid fucks!“ – „My my, that temper of yours.“

Beste Szene: Ethan Chandlers verwirrende Flashbacks mit anschließendem Dorian-Grey-Knutschen. Fand ich gut.

Fazit: Diese Episode ist zweifellos mein bisheriger Liebling. Die Figuren werden allmählich alle in ein spannungsvolles Verhältnis zueinander gesetzt und offenbaren nach und nach ihre dunklen Persönlichkeiten und vielschichtigen Gefühlswelten. Die Romanze zwischen Ethan und Brona war bis zum jähen Ende wirklich zuckersüß und besonders der Theaterbesuch hat viel Spaß beim Zuschauen gebracht. Der Verdacht, dass es sich bei Ethan Chandler um einen Werwolf handelt, verhärtet sich mit jeder Minute und fügt diesem Charakter einiges an Potential und Konflikten hinzu. Dorian Greys Rückkehr hat mich sehr erfreut und könnte auch in Zukunft für sexuelles Knistern in „Penny Dreadful“ sorgen. Schön waren auch die zärtlichen Bekundungen von Väterlichkeit von Sir Malcolm an Doktor Frankenstein – hach, Papi! Ein bisschen Angst habe ich leider um Brona Croft, sie wird doch wohl nicht etwa auf dem kalten Londoner Pflaster verschieden sein? Und wenn ja, dann wird hoffentlich nicht ausgerechnet Caliban ihre Leiche finden, um sie von Frankenstein in seine Braut umwandeln zu lassen? Oder? Oder?

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