Penny Dreadful Recap Episode 1.6 – What Death Can Join Together

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© Showtime

Leichen, Monster, Übersinnliches – ab sofort gibt es an dieser Stelle ein wöchentliches Recap zur Horror-Serie “Penny Dreadful”, die am 11. Mai 2014 gestartet ist. Im viktorianischen London geht es heiß her, denn die Welt der Lebenden und der Toten vermischen sich und Vampire, zerhackstückelnde Monster und anderes Kroppzeuch geht auf Beutezug. Wieviel Blut geflossen ist, welche Figuren aufgetaucht sind und was passiert ist, kann von nun an hier nachgelesen werden – Spoiler ahead!

Was passiert ist: Nachdem es in „Penny Dreadful“ in der letzten Episode vorzugsweise um die Vergangenheit und das Seelenleben von Vanessa Ives ging, treffen wir in „What Death Can Join Together“ auch die anderen Charaktere der Serie wieder. Direkt am Anfang gibt es noch einmal das etwas ramponierte Zimmer von Vanesse Ives zu sehen, Sir Malcolm erinnert erneut eindringlich daran, dass die gruseligen Monster offensichtlich hinter ihr her sind.

Ethan Chandler kommt derweil nach Hause und findet seine Liebste hustend im Krankenbett vor (sie ist also doch (noch) nicht verschieden, puh). Sie entschuldigt sich für ihr grobes Verhalten vor dem Theater, möchte jedoch aufgrund ihrer Krankheit lieber Abstand wahren. Ethan gibt sich furchtlos und lässt sich nicht von innigen Küssen abbringen (da er allen Anzeichen nach ein Werwolf ist, sollte es ihm auch herzlich egal sein, ob er sich ansteckt, da kann ja nichts passieren).

Nachdem Vanessa durch Kartenlegen herausfinden konnte, dass Mina sich offenbar auf einem Schiff aufhält, geht Sir Malcolm dieser Spur nach. Vanessa bestreitet ein interessantes Date mit Dorian Gray, bei dem wieder einmal fotografiert wird. In dieser Episode geht es vornehmlich um Kontrolle bzw. den Verlust von Kontrolle, die Szene mit der Fotografie illustriert diese Absicht sehr gekonnt. Nachdem Vanessa Ives sich vor der Kamera positioniert hat, lässt sie allmählich ihre vorzeigbare Alltags-Attitüde fahren und offenbart einen überaus düsteren und durchdringenden Blick.

Nachdem Victor Frankenstein nach der Obduktion des Monsters aus dem Keller wenig freundschaftlich von Sir Malcolm verabschiedet wurde, ist eine neue Vaterfigur schnell gefunden. Van Helsing kümmert sich um den jungen Doktor und die beiden sprechen über die Grenzen zwischen Leben und Tod. Das erste Mal fällt das Wort Vampir und auch der passende Groschenroman ist schnell gefunden. Doch bevor Frankenstein seinem neuen Freund sein Herz über seine eigenen Forschungen ausschütten kann, hat Caliban dem alten Mann schon das Licht ausgepustet.

Das Monster hat sich nämlich zwischenzeitlich in eine Theaterschauspielerin verliebt, die ihn zwar freundlich behandelt, ihn aber niemals lieben wird. Das wird dem armen Caliban schnell klar und in seinem Versteck unter der Bühne vergießt er ein paar einsame Tränen. Er erinnert Viktor deshalb erneut an sein Versprechen und verdeutlicht, dass der Doktor sich lieber nicht ablenken lassen sollte. Frankenstein sollte sich demnach lieber bis auf Weiteres keine neuen Freunde mehr zulegen, bevor er dem Monster seine Braut geschustert hat.

Sir Malcolm, sein Diener Sembene und Ethan Chandler machen sich zum Hafen auf, um das Vampirschiff zu begutachten. In der Tat liegen dort jede Menge weißhaarige Frauen herum, Mina bleibt jedoch zunächst unauffindbar. Als die Vampire plötzlich erwachen, kommt es zu einer wilden Schießerei, die auch den Meister im unteren Teil des Schiffes aufschreckt. Der Anführer der Monsterschar lässt sich kurz blicken, gewährt allen Anwesenden einen Blick auf die gefangene Mina und flieht.

Dorians und Vanessas Verabredung wurde derweil bereits in Grays Villa verlegt, in der sich die beiden zunächst Bilder ansehen. Schnell kommt es zu Annäherungen, die schließlich in wildem Sex mit Messerspielchen und Haut aufritzen gipfeln. Im Moment der höchsten Ekstase verliert Vanessa die Kontrolle über sich und ihren inneren Dämon, der plötzlich mit aller Macht zurückkehrt. Sie springt auf und flüchtet, um dann plötzlich in Sir Malcolms Haus aufzutauchen und sich schwebend im Kreis zu drehen.

Zitat dieser Folge: „Do not weep. I have learned that skill. It brings no solace.“

Beste Szene: Die Sequenz, in der Caliban in seinem Versteck von der Theaterschauspielerin besucht wird und er sich in sie verliebt, nur um anschließend festzustellen, dass das niemals eine Zukunft haben wird, ist so tragisch und herzzerreißend, das man es kaum aushalten kann. Eine schöne Anlehnung an „Das Phantom der Oper“, auch wenn Caliban natürlich mehr Handlungsfreiheiten hat.

Fazit: Nach der in sich geschlossenen Episode der vergangenen Woche ist „What Death Can Join Together“ eine angenehme Abwechslung und erfreut mit der Vielfältigkeit der Figuren und Konflikte. Schöner Kniff, dass das Bildnis des Dorian Gray immernoch nicht gezeigt wurde, obwohl in dieser Episode eindringlich seine Macht demonstriert wird. Dass es Brona Croft immernoch so schlecht geht, macht mich etwas unruhig und bestätigt meine Erwartung, dass es die Gute demnächst dahinraffen oder zu einem unsterblichen Wesen umwandeln wird. Wer auch immer die Braut von Frankensteins Monster wird, ich glaube kaum, dass es sich um eine glückliche Ehe handeln wird. In der nächsten Episode könnte dann langsam mal etwas über Ethan Chandler enthüllt werden, auch wenn ich natürlich gern wüsste, was es mit der schwebenden Vanessa Ives auf sich hat.

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