Penny Dreadful Recap Episode 2.2 – Verbis Diablo

© Showtime
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Leichen, Monster, Übersinnliches – ab sofort gibt es an dieser Stelle ein wöchentliches Recap zur Horror-Serie “Penny Dreadful”, die am 11. Mai 2014 gestartet ist – jetzt läuft das Ganze bereits in der zweiten Staffel. Nachdem sich die Filmfiguren in der ersten Staffel mit vampirähnlichen Wesen und vor allem ihren inneren Dämonen herumschlagen mussten, geht es nun in die zweite Runde. Wieviel Blut geflossen ist, welche Figuren aufgetaucht sind und was passiert ist, kann von nun an hier nachgelesen werden – Spoiler ahead!

Was passiert ist: Die zweite Episode dieser Staffel startet mit einem morgendlichen Besuch von Vanessa Ives in Sir Malcolms Gemach. In einer durch die Pyjamas irgendwie niedlichen, aber auch intimen Szene sucht Vanessa Unterstützung und Trost nach ihrer alptraumhaften Nacht. Ein bisschen Trost könnte auch die eben wiedererweckte Brona gebrauchen, die in Frankensteins Labor erstmals ihrem Ehemann in spe gegenübersteht. Der Doktor schafft es aber, seine erste Schöpfung unter dem Vorwand, dass die Ärmste ja erstmal Sprache lernen müsste, aus dem Raum zu bugsieren. Endlich allein wird allerdings gleich frisch drauflos palavert und der Doktor nutzt die Gelegenheit, sich selbst als Vertrauensperson zu etablieren.

Im Krankenhaus bekommt indes der einzige Überlebende von Ethans Werwolf-Ausraster Besuch vom Ermittler (ein Werwolfbiss? Na wenn uns da mal kein cooler Werwolffight bevorsteht! Das Fell überdeckt auf jeden Fall die klaffenden Wunden). Sir Malcolm zeigt Vanessa derweil sein eigenes pflegerisches Hobby und besucht mit ihr eine Hilfsstation für Cholera-Kranke (natürlich verborgen in der dunkelsten Untergrundecke Londons). Dort trifft sie bald auf den wartenden Caliban und plauscht ein bisschen über Gott und die Welt – einer der besten Dialoge der Episode übrigens.

In einem fast schon italienisch anmutenden Straßencafé treffen wir dann endlich Dorian Gray wieder – der Schönling wird natürlich sofort angebaggert und gesteht sein von Vanessa gebrochenes Herz. Später besucht er seine neue Bekanntschaft, die direkt blankzieht und sich als Transvestit entpuppt (habe ich ja schon in der ersten Einstellung erkannt), was Dorian Gray aber mal sowas von kalt lässt, der Mann von Welt ist schließlich sexuell aufgeschlossen.

Zurück in Sir Malcolms Haus gibt es eine Team-Besprechung hinsichtlich der Teufelssprache, zu der auch der schrullige Sprachenexperte aus Staffel 1 geladen ist. Weitere Erkenntnisse könnten aber nur durch einen kleinen Museumsbesuch/-raub gewonnen werden. Dieser wird sogleich in Angriff genommen und in Begleitung von Ethan Chandler, der es dem Ägyptologen besonders angetan zu haben scheint, wird auch Einiges zum Thema Wölfe besprochen.

Auch bei Sir Malcolm geht es flirty zu, in einer Parfümerie trifft er Evelyn aka Madame Kali aka Chefhexe, die ihm sogleich unheimliche Flüche und Zaubersprüche ins Ohr murmelt. Beim späteren ersten Date gehen die beiden zum Schießplatz, auf dem Evelyn ihre perfekten Schützenfähigkeiten präsentiert und Sir Malcolm ganz nebenbei zum Thema Liebesleben ausfragt. Hach, das könnte alles so schön sein, wenn wir nicht wüssten, dass die Dame nichts Gutes im Schilde führt. Wie später offenbart wird, hat sie sogar den armen Ägyptologen in der Hand. Dieser hat nun die einzigen schriftlichen Beweise der unheilvollen Sprache in Sir Malcolms Haus gebracht und die lustigen Puzzlespiele können beginnen.

In Frankensteins Labor erfindet der Doktor außerdem eine schillernde Hintergrundgeschichte für Brona (die ab sofort auf den Namen Lily hört) und verpasst ihr ein neues Hairstyling. Trotz einiger Überwindung erzählt er ihr, dass sie in der Vergangenheit mit Caliban verlobt gewesen sei, das erste Zusammentreffen mit dem Zukünfigen fällt allerdings eher kühl aus.

In der Londoner U-Bahn gehen derweil unheimliche Dinge vor, denn einer der Hexen verfolgt ein frisch gebackenes Elternpaar mit Baby. Im passenden Augenblick tötet sie die Eltern und nimmt das Kind mit in Evelyns Haus. Dort werden wir nun mit der überaus unheimlichen Puppensammlung der Oberhexe konfrontiert. Evelyn schneidet seelenruhig das Herz aus dem kleinen Körper und steckt ihn – Schockschwerenot! – in eine Vanessa-Puppe.

Zitat dieser Folge: „They didn’t protect anything. They just fed.“

Beste Szene: Bei dieser Folge tatsächlich schwer zu sagen, da gab’s viele schöne Dialoge und Wendungen. Am meisten beeindruckt war ich im Grunde aber vom Pulleralarm, denn es ist für eine amerikanische Fernsehserie doch eher ungewöhnlich einen nackten Transvestiten zu zeigen (oder?). Und Dorian Grays „So-What-I-Like-It“-Reaktion war ja wohl das Allerbeste.

Fazit: Die Ansätze aus der ersten Episode haben sich prächtig weiterentwickelt, in Verbis Diablo wurde sehr schön darauf aufgebaut und weitere Fäden für die Zukunft der Serie gesponnen. Ich bin gespannt, wann die Romanze zwischen Victor und Lily an Fahrt gewinnt und was Caliban/John zu dem Thema zu sagen hat. Doch auch der Hauptplot um Vanessa und die gruselige Hexenbande bietet Potenzial, vor allem da auch Sir Malcolm mit eingesponnen wurde – Evelyn macht ihre Sache als Bösewicht jedenfalls außerordentlich gut. Und schlussendlich kann man wohl auch auf mögliche Werwolfduelle und weitere Gray’sche Sex-Eskapaden hoffen.

4 Comments

  1. Verena

    Und weiter geht es 🙂
    Erstmal eine Frage: Zu welcher Szene gehört denn dein Lieblingszitat? Hab da irgendwie grad keinen Zusammenhang…
    Werwolf-Duell hört sich ja spannend an…allerdings würde ich gerne wissen, wie genau Ethan eigentlich über sein „Problem“ Bescheid weiß…Vor allem der letzte Satz im Gasthaus, bevor er sich verwandelt hatte („…nein, kein Affe…“) hörte sich doch irgendwie so an, als ob er weiß, was er ist und nicht nur Blackouts hat. Und vielleicht kann ihm ja auch Vanessa irgendwie helfen mit ihrer Gabe…ich bin ja immer Optimistin 😉
    Von der Szene – von dir sehr schön als Pulleralarm beschrieben – war ich auch sehr überrascht, dass dort nichts verborgen wurde…aber ich könnte mir vorstellen, im prüden Amerika wird es verpixelt gewesen sein.
    Richtig gruselig find ich in der Herz-Baby-Szene komischerweise gar nicht das Herz-herausschneiden (klar, das natürlich auch)…sondern die Vanessa-Puppe. Sie sieht ihr so ähnlich – da könnte sogar Eva Green etwas mulmig geworden sein, wenn man dann so etwas am Set stehen sieht 😉
    Die nächste Folge ist ja eine flashback-Folge, die könntest du ja hinten anstellen und direkt mit der kommenden Folge weitermachen. 😉
    Aber nein, man sollte ja schon der Reihe nach gehen, die nächste Folge erklärt ja auch wieder einiges.
    Da fällt mir noch was ein, warum hat Caliban eigentlich Zeit, tagsüber in den Katakomben von London Gedichte zu rezitieren, ich dachte, er hätte einen Knebelvertrag mit dem Wachsfigurenkabinett geschlossen, von frühmorgens bis spätabends dort zu sein (oder wie da eben die Öffnungszeiten sind).

  2. Verena

    Hallo liebe Filmguckerin,
    da ist es schon fast wieder ein Jahr her seit dem letzten Staffel Penny Dreadful. Und da sind mir deine richtig coolen Recaps wieder eingefallen. Ich fände es toll, wenn du zur neuen, mittlerweile 3. Staffel wieder kommentierst. Vielleicht schaffst du es ja?! Ich würde mich freuen und auch fleißig mit diskutieren!
    Start der 3. Staffel Penny Dreadful ist auf Showtime der 1. Mai und auf Deutsch auf Netflix (voraussichtlich) der 6. Mai.
    Ich bin schon sehr gespannt!!! 🙂

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