Perfect Sense

Perfect-Sense
© 2011 Senator

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© 2011 Senator

2012 ist der Weltuntergang ja noch nicht passiert, es ist also weiterhin genug Zeit, sich mit diesem Szenario zu beschäftigen. Und im Grunde geht die Welt in „Perfect Sense“ auch nicht wirklich im herkömmlichen Sinne unter, der Planet implodiert nicht und wird auch nicht von menschenfressenden Aliens belagert. Viel subtiler und unendlich beklemmender wird der Untergang der Menschheit hier im allmählichen Verlust aller Sinneswahrnehmungen angelegt. In diese Grundidee eingebettet, verfolgen wir die Liebesgeschichte zwischen Michael und Susan, die sich nach vielen glücklosen Beziehungen endlich wieder richtig verlieben können. Gegenseitig versuchen sie, sich in dieser schwierigen Zeit zwischen Angst und Untergang zu stützen und zu beruhigen.

Dieser Film setzt die drohende Apokalypse sehr unaufgeregt in Szene, interessant ist auch die anfängliche Akzeptanz für das Schicksal der Menschheit, die sich einfach wieder aufrappelt und nach dem Verlust des Geruchssinns einfach die Speisen stärker würzt. Unglaublich bedrückend wird es, als eben auch dieses Weitermachen entgegen allen Umständen, allmählich aufgegeben wird und man begreift, dass jede Hoffnung verloren ist. Diese Atmosphäre macht den Film besonders und sehr interessant, zum Ende hin wird auch dem Zuschauer nach und nach seine Sinneswahrnehmung genommen, eine einzigartige Idee und konsequente Weiterführung der Handlung.

Der Film lebt von von der herausragenden Stimmung, die durch Ewan McGregor und Eva Green schauspielerisch sehr gut unterstützt wird, und von der wirklich guten Grundidee, in die sich jeder Zuschauer einfühlen kann und die jeder für sich zu Ende denken kann, was das Ganze besonders beklemmend und nachhaltig unheimlich macht.

Bewertung: 7,5/10

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