Teil 2 der Batman-Serie: The Dark Knight

© CornLord

Hui, den Film hatte ich zwar schonmal gesehen, aber nun in Vorbereitung auf das große Finale am Donnerstag musste der nochmal sein. Beim ersten Mal war meine Kritik ja nicht sehr positiv ausgefallen, diesmal siehts ein bisschen anders aus (vor allem das Verständnis hat nach dem ersten Teil einen deutlichen Wachstumsschub erlebt).

Anders als im ersten Teil, als der Fokus ja noch eindeutig auf Batman lag, gibt es dieses Mal einen ebenbürtigen Gegenspieler: den Joker. Der wurde ja schon allgemein geehrt und mit vielen, vielen Preisen gewürdigt und auch ich kann da nicht widersprechen: einerseits eine hervorragende Schauspielleistung von Heath Ledger, andererseits eine sehr interessante Neuinterpretation des Charakters als größenwahnsinnigen Terroristen, der verschiedene Menschen inklusive Batman in seine perfiden Spielchen verwickelt. Dieser Hang zur Anarchie und zum Chaos, sowie der Glaube an das Schlechte im Menschen und der Versuch, dieses Schlechte zum Vorschein zu bringen, aber auch die überraschenden Pläne und Wendungen machen diesen Bösewicht zu etwas ganz Besonderem und zur heimlichen Hauptperson in „The Dark Knight“. Die fiesen und undurchschaubaren Handlungen des Jokers machen den Film unheimlich spannend und dessen gruselige Auftritte und verdammt coolen Ansagen sind hervorragende Unterhaltung.

Auch Christian Bale macht als Batman wieder eine gute Figur, dieses Mal bekommt er aber eindeutig die Schwierigkeiten des Heldendaseins zu spüren und muss seine Grenzen erkennen. Extrem cool und extrem gut ausgerüstet macht er sich als Batman wieder auf die Jagd, dieses Mal durckkreuzt Batmans Außenwirkung einige Male seine Pläne, auch mit Nachahmern hat der Ärmste zu kämpfen. Seine heroische Aufopferung ist zwar heldenmäßig richtig, teilweise erscheint das Ganze aber doch ein bisschen zu dick aufgetragen.

Bei den Nebendarstellern ist neben dem wie immer tollen Gary Oldman durchaus auch Aaron Eckhart erwähnenswert, der zunächst sehr gut den irgendwie unsympatischen, schleimigen Staatsanwalt gibt, der mit seiner Hartnäckigkeit und seinem Ehrgeiz schon ab und zu die Grenze zum Wahnsinn streift, diese dann als Two-Face beeindruckend glaubwürdig überschreitet und somit letzlich neben dem Joker zu einen ernst zu nehmenden Gegner mutiert. Und glückerlicherweise ist auch die Frau an oder eben nicht an Batmans Seite mit Maggie Gyllenhaal eindeutig besser besetzt als bei „Batman Begins“, leider hat sich natürlich die Figur und ihre Rolle in dem Ganzen nicht verändert, die Ärmste ist weiterhin nur da, um zwischen Batman und Two-Face hin und her gerissen zu sein und sich hier und da heldenhaft retten zu lassen. Nun muss ich also alle meine Hoffnungen auf eine starke, ernst zu nehmende Frauenrolle wohl auf den letzten Teil richten.

„The Dark Knight“ ist jedenfalls ein würdiger Nachfolger für „Batman Begins“, es gibt tolle Action-Szenen, die in den allermeisten Fällen glaubwürdig erscheinen oder zumindest toll aussehen, die Story hält einen gute 150 Minuten in Atem und lässt einen manches Mal das Atmen vergessen, vor allem durch die wirklich tollen Ideen des Bösewichts, der leider keinen weiteren Auftritt im neuen Teil hat. Hoffentlich kann uns Bane über diesen Verlust hinwegtrösten.

 

Ich freue mich jedenfalls schon wie ein Schnitzel. Nur noch zwei Mal schlafen!

Bewertung: 8,5/10

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