The ABCs of Death

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© AL!VE

Das Prinzip von „The ABCs of Death“ ist so einfach wie genial. 26 internationale Regisseure verschiedener Bekanntheitsgrade drehen ein kurzes Filmsegment zum Thema Tod. Dazu stehen ihnen 5000 Dollar und ein Buchstabe des Alphabets zur Verfügung, zu dem sie selbst ein passendes Wort aussuchen dürfen. Unter völliger künstlerischer Freiheit entstehen 26 kurze Filme und Szenen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem ein faszinierendes Gesamtkunstwerk ergeben.

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Von völlig krank über splattermäßig bis hin zu maßloser Albernheit ist alles dabei. „The ABCs of Death“ überzeugt durch dutzende innovative und spannende Ideen und die ständige Überraschung des Zuschauers. Man weiß nie, was einem im nächsten Film erwartet, ob einem gleich schonungslose Realität oder absurde Phantasiewelt um die Ohren fliegt. Das macht den Flickenteppich aus kleinen Filmen über den Tod nicht nur extrem unterhaltsam, sondern auch unglaublich spannend. Ob man nun angestrengt rätselt, welches Wort wohl für den gezeigten Filmfetzen steht oder sich einfach nur gebannt der Sequenz widmet – man langweilt sich keine Sekunde. Die Ästhetik und die Atmosphäre der Filmteile unterscheiden sich selbstverständlich von Szene zu Szene enorm, sind aber immer passend und zeigen den Ideenreichtum und die Leidenschaft der jeweiligen Regisseure.

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Hinter „The ABCs of Death“ steckt eine spannende Idee, die überzeugend und interessant umgesetzt wurde – gesetzt dem Fall, der Zuschauer ist hartgesotten, denn nicht umsonst wurden in der deutschen Verkaufsversion gleich vier Filme komplett ausgelassen und der Film interessanterweise in „22 Ways to Die“ umbenannt (man kann den Film allerdings in ungeschnittener Fassung in der Videothek ausleihen). Viele Filme überschreiten moralische und ästhetische Grenzen und kaum einer geizt mit Kunstblut und roher Gewalt. Wer sich auf die teilweise extrem fragwürdigen und die enorm albernen Szenen einlassen kann, kann ein spannendes Potpourri mit vielen interessanten und kruden Ideen erleben, die man im Mainstream-Kino nicht ohne Grund niemals finden wird.

Bewertung: 8,0/10

Wer neugierig geworden ist, dem präsentiere ich hier zwei meiner persönliche Favoriten. Auch mein Film-Buddy Der Metabølist hat einen Text und ein weiteres Video zum Thema.

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