The Fountain

The Fountain Darren Aronofsky
© Kinowelt

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Ist der Tod wirklich das Ende? Werden wir wiedergeboren? Erschaffen wir durch unseren Tod neues Leben? Große Fragen der Menschheit werden in Darren Aronofskys „The Fountain“ aufgeworfen, in drei miteinander verwobenen Handlungssträngen dargestellt und für den einen oder anderen vielleicht sogar beantwortet. Der Zuschauer folgt einer abenteuerlichen Suche nach dem sagenumwobenen Baum des Lebens, dem Leben eines eng verbundenen Liebespaares und der Reise eines Baumes und eines Mannes zu einem einsamen Stern.

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© Kinowelt

So verworren die Geschichte des Films auch ist, so viele Freiheiten lässt sie dem Betrachter auch, so viele Ansätze das Gesehene und Erlebte für sich selbst zu ordnen und zu interpretieren. Die verschiedenen Handlungsstränge, die anfangs noch verwirren, fügen sich im Verlauf des Films immer besser ins Geschehen ein und flechten sich spannungsvoll und interessant ineinander. Jede einzelne Geschichte enthält Verweise und Ideen der anderen Handlungen und könnte trotzdem auch für sich allein funktionieren. Die filmische Collage macht „The Fountain“ trotz der Schwere des Themas unterhaltsam und fesselt die Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Neben der ideenreichen und faszinierenden Geschichte, die mit allerlei kulturellen Verweisen und längst vergangenen Träumen der Menschheit punkten kann, ist es vor allem die Optik, die „The Fountain“ zu etwas ganz Besonderem macht. Seien es die detailverliebten und hervorragend animierten Reisen durch das Sternenmeer, der düstere Dschungel Südamerikas, der reich verzierte Thronsaal der spanischen Königin, die innovative Kameraarbeit oder die imposanten Match-Cuts – die Ästhetik ist einmalig und ermöglicht es dem Zuschauer, sich voll und ganz in den Film fallen zu lassen. Neben den eindrucksvollen Bildern und Kompositionen, die immer in das perfekte Licht getaucht sind, trägt aber auch die wunderbare, ruhige Musik von Clint Mansell zur intensiven Atmosphäre des Films bei.

„The Fountain“ ist ein Gesamtkunstwerk, das mit einer spannenden Geschichte, atemberaubenden Bildern und zwei hervorragenden Hauptdarstellern aufwartet. Vor allem Hugh Jackman zeigt ein breites Spektrum seines schauspielerischen Könnens und brilliert sowohl als verzweifelter Ehemann wie auch als Mönch auf der Reise nach Xibalbá. Ein Film, der sich nach dem Anschauen auf jeden Fall noch eine ganze Weile im Kopf herumtreibt.

The Fountain Darren Aronofsky
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