The Good Doctor

© Koch Media

Orlando Bloom als nerdiger Außenseiterarzt, der neu anfängt in einem Krankenhaus in irgendeiner Stadt am Meer. Irgendwie fühlt er sich unbeachtet und vor allem nicht respektiert. Zu einer jungen Patientin entwickelt er allerdings so eine gute Beziehung, dass er beschließt, sie im Krankenhaus zu halten – und dabei auch zu unlauteren Mitteln greift.

Das ist so ein Film, in dem die Hauptfigur sich immer mehr in irgendetwas verstrickt – so lange, dass man sich eigentlich die Ganze Zeit fragt, wie das denn nun ausgehen soll. Das ist auf jeden Fall eine Stärke des Films, die Erwartungen und Vermutungen des Zuschauers werden immer wieder zerstört und verändert, bis hin zum wirklich famosen Ende. Der Film strahlt dabei die ganze Zeit eine unglaubliche Kälte aus, die das Gefühl der absoluten Einsamkeit des Protagonisten wirklich gut wiedergeben kann. Im Krankenhaus erfährt er keine Freundlichkeit, aber auch seine Wohnung ist weiß, sauber, klinisch und karg. Der Film nimmt sich anfangs viel Zeit, um diese Atmosphäre zu kreieren und sich ausbreiten zu lassen, die Geschichte wird zum Ende hin immer dichter und der Protagonist immer verzweifelter, irgendwie verrückter, die weißen Wände und das kalte Licht lassen das Ganze noch unheimlicher und beklemmender erscheinen. Orlando Bloom gibt der Rolle große Glaubwürdigkeit, lässt den Betrachter jedoch nie lange an sich heran, so durchschaut man dessen Motive und Handlungen nur halb – was einen besonderen Reiz ausmacht.

Insgesamt ist der Film wirklich gut, besonders das Ende hat es mir persönlich angetan. Der Film hat eine interessante Atmosphäre und eine wirklich gute Story. Sehenswert!

Bewertung: 7,5/10

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