The Hunter

© Ascot Elite

Der Söldner und Jäger Martin David wird von einer militärischen Biologietechnologiefirma beauftragt, das wohl seltenste und somit teuerste Tier der Welt zu jagen und zu töten: den tasmanischen Tiger. Er gibt sich als Professor aus, begibt sich nach Tasmanien und kommt bei einer Familie unter, deren Familienvater schon seit Monaten im Gebirge verschollen ist. So kann man dann Willem Dafoe bei endlosen Streifzügen durch wirklich wunderschöne, wilde Berglandschaften beobachten, die allerdings bald fast zur Nebensächlichkeit werden, denn nicht nur innerhalb des kleinen Bergdorfes gibt es große Konfilkte, auch innerhalb der Familie und nicht zuletzt innerhalb der Firma, die David angeheuert hat, gibt es Ungereimtheiten. Der Film wartet wie schon gesagt mit großen Bildern auf, aber auch die Geschichte und die Charaktere (besonders erwähnt sei hier Sam Neill als mysteriöser Nebencharakter) sind sehr interessant und gut dargestellt. Häufig wird Dafoe in der Wildnis aus dem Dickicht oder aus weiter Ferne heraus gefilmt, was ein besonders beklemmendes Gefühl erzeugt, einerseits wird seine Einsamkeit verdeutlicht, andererseits ist das eine beobachtende Einstellung, was den Batrachter unruhig zurücklässt: Ist er vielleicht doch nicht allein in der Wildnis? Die Spannung steigert sich zum Ende hin enorm, die Geschichte wird wunderbar erzählt und lässt den Zuschauer eintauchen – das Ende ist wirklich gut, wenn auch nicht sehr überraschend. Der Film lebt von den herrlichen Bildern, die eine besonders dichte Atmosphäre erzeugen, und von den hervorragenden Fähigkeiten von Willem Dafoe, der mit seinem sehr ausgemergelten, etwas unheimlichen Äußeren perfekt gecastet ist.

Bewertung: 9/10

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