Vier Hochzeiten und ein Todesfall

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© Kinowelt Home Entertainment

Auch wenn das neue Jahr noch nicht angebrochen ist, beginne ich bereits meinen guten Vorsatz anzugehen, da muss ich mich mal selber loben! Start der 90er Reihe also nun mit dieser Perle von 1994.

Wir begleiten einen Freundeskreis und vor allem Charles (Hugh Grant) zu einigen Hochzeiten, auf denen man Irrungen und Wirrungen der Liebe, große Fragen über das Lebensglück und ein interessantes Bild des britischen Lebens antrifft. Die Figuren werden fast nie in ihrer alltäglichen Lebenswelt gezeigt, sondern im Grunde ausschließlich bei Festlichkeiten, trotzdem entwickelt man schnell Sympathien und Antipathien und kann die Figuren gut einschätzen.

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Dem Film sind die 90er Jahre deutlich anzusehen, das macht das Ganze aber sehr sympathisch! Das liegt natürlich auch an den Schauspielern wie Hundeaugen-Hugh-Grant, der mit diesem Film seinen großen Durchbruch hatte und Unabhängige-Frau-Andie-MacDowell, die man eben in den 90ern besonders oft zu sehen bekommt. Auch die Musik und die Atmosphäre wirkt wie aus einer anderen Zeit, man fühlt sich irgendwie gleich wie zu Hause. Der Film ist alles in allem sehr unterhaltsam, menschlich und macht viel Spaß. Es gibt tolle Outfits zu bewundern und einige interessante Thesen zu erörtern und man wird für die Länge des Films ein Teil des Freundeskreises.

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Ein interessanter Fakt zum Schluss: Wer den Film sieht, dem fällt vielleicht auf, dass doch relativ häufig geflucht wird (im Englischen Fuck, im Deutschen eigenartigerweise Shit). Wie wir ja alle wissen, ist Amerika ein Land der Reinheit und sprachlichen Korrektheit, deshalb hat man sich bei den Dreharbeiten zu „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ besonders viel Mühe gegeben, es auch diesem Völkchen recht zu machen. Da eine neue Synchronisation nicht genug wäre, weil Hugh Grants Mund doch allzu häufig recht eindeutig ein F wiedergibt, wurden alle Szenen, in denen dieses schlimme Wort vorkommt, erneut gedreht, dann unter Verwendung solch jugendfreier Wörter wie „Mist“ oder „Herrje“. Auch besonders bildgewaltige und aufwändige Szenen wurden zweimal gedreht, was den Filmetat um 20% erhöhte und die Filmleute ebenfalls zum Fluchen animierte.

Bewertung: 7/10

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