Wo die wilden Kerle wohnen

Wo die wilden Kerle wohnen
© Warner Bros.

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt: ein Ort, an dem alles so ist wie man es sich wünscht – ein Ort der Träume, an den man sich zurückziehen kann, wenn man von der wirklichen Welt genug hat. Nach einem Streit mit seiner Mutter reißt der zehnjährige Max kurzerhand von Zuhause aus, segelt über ein Meer und landet schließlich in einer wundersamen Welt voller seltsamer Wesen. Nachdem diese sich entschieden haben, ihn nicht aufzufressen machen sie den nächsten logischen Schritt und erklären den kleinen Jungen zum König, der sie in eine blühende Zukunft führen soll.

Wo die wilden Kerle wohnen
© Warner Bros.

Mit „Wo die wilden Kerle wohnen“ adaptiert der Regisseur Spike Jonze nicht nur eines der bekanntesten und beliebtesten Kinderbücher für die Kinoleinwand, sondern bleibt auch seiner Vorliebe für surreale Umgebungen und interessante Geschichten treu, so schenkte er den Zuschauern bereits Filme wie „Being John Malkovich“ oder „Adaption“. „Wo die wilden Kerle wohnen“ entführt das Publikum in die phantastische Welt des kleinen Max, die wilder und ursprünglicher nicht sein könnte und von den riesigen und zugegeben teilweise sehr unheimlichen wilden Kerlen bevölkert wird. Doch wir lernen schnell, dass diese nicht nur unbekümmert durch die Wälder taumeln, sondern sehr emotionale Persönlichkeiten mit jeder Menge Problemen sind.

Getragen wird der Film einerseits durch seine spannende und ungewöhnliche Geschichte und andererseits durch den wunderbaren Soundtrack, der zusammen mit den ästhetischen Bildern eine unfassbar dichte und melancholische Stimmung erzeugt, der man sich nicht widersetzen kann. Selten lagen Spaß und Traurigkeit in einem Kinderfilm so dicht beieinander und ermöglichen es auch Erwachsenen sich voll und ganz in die Welt der wilden Kerle fallenzulassen und sich an die eigene Kindheit zu erinnern – an das ungestüme Herumtoben genauso wie an die großen Träume und die kleinen und großen Probleme der eigenen Gefühlswelt.

„Wo die wilden Kerle wohnen“ ist ein kleines Gesamtkunstwerk, bei dem einfach alles passt. Wunderschöne Bilder, die wilde Landschaften und detailverliebte Basteleien gleichermaßen einfangen und mit melancholischer und urwüchsiger Musik zu einer unwiderstehlichen Atmosphäre verschmelzen, die den Zuschauer fesselt und in die Geschichte des kleinen Max und seiner Monsterfreunde eintauchen lässt. Wer Lust bekommen hat, kann sich hier schon einmal auf den Soundtrack von „Wo die wilden Kerle wohnen“ einstimmen lassen.

Bewertung: 8,0/10

Wo die wilden Kerle wohnen
© Warner Bros.

 

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