Er ist wieder da

© Constantin Film

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Er ist wieder da basiert auf dem gleichnamigen Buch von Timur Vermes und befasst sich als Gedankenexperiment mit den möglichen Ereignissen, die auf die Rückkehr von Adolf Hilter in unsere heutige Zeit folgen könnten. Nachdem er die Situation erfasst und akzeptiert hat, werden recht bald Sendechefs eines Fernsehsenders auf ihn aufmerksam, die ihn für einen Hitlerimitator und vorüzglichen Comedian halten. Er bekommt seine eigene Show und darf nun in gewohnter Manier zum Volk sprechen. Keiner scheint zu merken, dass es ihm ernst ist und dass er nach und nach immer mehr Leute auf seine Seite zieht, um ein neues Drittes Reich aufzubauen.

© Constantin Film

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Er ist wieder da beginnt mit einer kurzen Szene, die keine inhaltliche Relevanz hat, sondern zwei Dingen dient: Einen schlechten Wortwitz unterzubringen und, natürlich der Hauptzweck, die formale Herangehensweise des Films zu etablieren. Wie in Borat werden am Set inszenierte und in der wirklichen Welt improvisierte Szenen vermischt. Letzteres ist auch die Erklärung dafür, wieso man Oliver Masucci die Verkörperung Hitlers anvertraute – und nicht etwa Bruno Ganz (Hitler in Der Untergang –  für mich der beste Filmhitler) oder, für Satire passender, Christoph Maria Herbst (Alfons Hatler in Der Wixxer) oder Michael Kessler (Hitler in Switch). Bei allen dreien wäre der Wiedererkennungswert zu hoch und Szenen in der wirklichen Welt kaum möglich gewesen. Herbst und Kessler haben feste Rollen in der fiktiven Welt und sogar ihre Hitlerdarstellungen kommen als Videoausschnitte vor. Herbst darf sich in ein bis zwei Szenen selbst parodieren sowie in einer der besten Szenen des Films eine großartige Hommage an Der Untergang in Form einer detailliert nachinszenierten Szene absolvieren.

Eine explizite Antwort auf die Frage, warum oder wie Hitler auf einmal wieder da ist, gibt der Film nicht. Fernsehjournalist und Hitlers Führer (no pun intended) durch die neue Welt Fabian Sawatzki (gespielt von Fabian Busch) erinnert in Bezug auf Typ und Kleidung dafür sehr an Marty McFly aus Zurück in die Zukunft – bloße Reminiszenz auf der Metaebene oder ein möglicher Hinweis, dass Hitler sich im Führerbunker nicht umgebracht, sondern vielleicht eine Zeitreise gestartet hat? Ganz von der Hand zu weisen ist die Theorie nicht – schließlich ist es Fakt, dass Hitler lebend in der Filmgegenwart auftaucht – , aber sie lässt sich auch nicht mit genügend Anhaltspunkten untermauern (Sawatzki stößt später auf ein starkes Indiz für diese Theorie, allerdings muss kritisch hinterfragt werden, ob dies nicht etwa im Rahmen einer unzuverlässigen Erzählung geschieht). Der Film stellt die Frage nach dem Warum aber auch gar nicht, sondern konzentriert sich erfreulicherweise weitestgehend auf das, womit er sich beschäftigen möchte: Die Folgen von Hitlers Erscheinen. Handlungsstränge wie Sawatzkis Liebelei mit der Kollegin wirken allerdings störend und tragen nichts zur Geschichte bei.

© Constantin Film

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Er ist wieder da ist ein einigermaßen unterhaltsamer Film mit durchweg überzeugendem Schauspiel, der aber in sich nicht konsequent genug ist. Es ist durchaus schockierend, wenn ein in der wirklichen Welt befragter NPDler – nachdem die Kamera auf seine Bitte hin scheinbar ausgeschaltet wurde – freimütig zugibt, für Hitler im Krieg sterben zu wollen. Dennoch haftet den meisten Szenen in der vermeintlichen wirklichen Welt der Eindruck an, dass sie vielleicht doch inszeniert wurden, was die Wirkung ziemlich schmälert. Des Weiteren muss bedacht werden, dass aus dem mehrere hundert Stunden umfassenden Material nur ein Bruchteil ausgewählt wurde und diese Auswahl im Sinne einer Inszenierung getroffen wurde und nicht repräsentativ sein muss. Das ist nichts zwingend Negatives – es handelt sich immerhin nach wie vor um einen Spielfilm und nicht um eine Dokumentation. Im Sinne der Inszenierung ist Polemik eine gute Entscheidung, nur wurde sie nicht weit genug getrieben. Aussagen von Hitler, wie etwa „Haben Sie sich nie gefragt, warum mir die Leute folgen? Weil sie im Kern genauso sind wie ich.“, schockieren durch ihre im Film transportierte Glaubwürdigkeit, bleiben aber die Ausnahme.

Bewertung: 6/10

A Million Ways to Die in the West

© Universal Pictures

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Albert ist ein Farmer, sein Spezialgebiet sind Schafe und sein ganzer Hass gilt dem wilden Westen, den er für einen besonders lebensfeindlichen Ort hält. Nachdem seine Freundin ihn für einen schnurrbarttragenden Schönling, dem der Erfolg nur so zuzufliegen scheint, verlässt, setzt Albert alles daran sie zurückzuerobern und fordert den Störenfried zum Duell. Glücklicherweise taucht die taffe Anna auf, die dem Schäfer innerhalb von sieben Tagen nicht nur das Schießen, sondern auch eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein beibringt.

Es ist ein Rätsel wie Seth MacFarlane hochkarätige Schauspieler wie Charlize Theron oder Liam Neeson dazu bekommen hat, bei A Million Ways to Die in the West mitzuwirken, der Cast ist nämlich im Grunde das einzige Sehenswerte an der Wildwest-Blödelei. Hätte der milchgesichtige MacFarlane mit unbekannteren Gesichtern gearbeitet, wäre seine eigene schauspielerische Eindimensionalität vielleicht weniger aufgefallen. Neben einem Charakterdarsteller wie Giovanni Ribisi, der seinen besten Freund spielt, kann MacFarlane, dessen mimische Gefühlspalette offenbar nur von traurig/treudoof bis leicht schockiert reicht, keine gute Figur machen.

© Universal Pictures

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Für eine Komödie reichlich ungünstig erweist sich auch die Tatsache, dass der große Teil der angelegten Gags nicht zündet. Besonders problematisch ist MacFarlanes Versuch, die komische Struktur, die bei Family Guy vorherrscht, in A Million Ways to Die in the West zu übernehmen. Die komödiantischen Ausflüge, die im Dialog angedeutet werden und anschließend in kurzen eigenständigen Szenen durchgespielt werden, funktionieren selbst in der Animationsserie nicht immer perfekt – im Spielfilm wirkt diese Technik jedoch total fehlplatziert. Die einzigen Parts, die tatsächlich für einen kurzen Lacher gut sind, sind die kreativen Todesarten, mit denen die Gefährlichkeit des wilden Westens einfallsreich illustriert wird – die meisten davon sind aber leider schon aus dem Trailer bekannt.

Diese kurzen Ausflüge in die Bereiche des Slapstick und der visuellen Komik sind zwar witzig, aber leider auch ziemlich hohl. Nahezu alle anderen Gags werden ausschließlich über die Dialogebene präsentiert und kaum durch visuelle Elemente rückgekoppelt. Das kann natürlich funktionieren, A Million Ways to Die in the West bietet allerdings wenig überzeugenden oder funkensprühenden Witz an, sondern begnügt sich damit, dieselben anfangs etablierten Witze beständig zu wiederholen.

Hinzu kommt die wenig innovative Kameraarbeit und die damit einhergehend langweilige Inszenierung der Dialoge. Das am häufigsten auftretende Bild in A Million Ways to Die in the West ist die Schuss-Gegenschuss-Konstellation, die vollkommen ohne Abwechslung oder narrativ rückgekoppelte Elemente auskommt. Zu der technisch uninteressanten Machart gesellt sich außerdem die vollkommen vorhersehbare und einfallslose Handlung, die zwar den klassischen Loser in die unbekannte Welt des wilden Westens versetzt, sonst aber keinen Unterschied zu üblichen Storys ähnlichen Kalibers macht.

© Universal Pictures

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Besonders ärgerlich ist die Rolle von Anna (Charlize Theron), die von ihrem gewalttätigen Ehemann unterdrückt wird. Im gesamten Film wird dann eindrücklich gezeigt, dass sie sich im Grunde problemlos von ihm befreien könnte. Immer wieder werden ihre überragenden Fähigkeiten im Umgang mit der Schusswaffe inszeniert, die sie dann offensichtlich beim Trainieren an den Loser Albert überträgt und selbst verliert. Vor dem finalen Kampf, bei dem sie hilfreich sein könnte, wird sie schlicht weggeschickt, um den Platz für den neuen Helden der Stunde zu räumen. Ein fieser Fall von Trinity Syndrome, der nicht nur absolut unnötig, sondern auch unlogisch ist.

Fazit: Das absolute Schweigen im Walde ist eine Zuschauerreaktion, die wohl für jede Komödie ein Todesurteil ist. A Million Ways to Die in the West versagt auf nahezu allen Ebenen, die Gags sind überwiegend deplatziert und zünden nicht, die Handlung ist vorhersehbar und einfallslos abgefilmt. Hinzu gesellen sich nahezu nicht vorhandene Schauspielqualitäten des Hauptdarstellers und Rollenbilder, die jenseits von Gut und Böse liegen. Ein Trostpunkt für die kreativen Todesarten im wilden Westen.

Bewertung: 1/10

The many faces of Chewbacca: Drewbacca

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Achtung, die kommen flach. Aber sind trotzdem lustig. Der britische Designer und Illustator Joe Stone kriegt gar nicht genug vom pelzigen Star Wars Charakter und verwurstet nach seinen Drawntroopern nun auch Chewbacca in diversen Illustrationen. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Queuebacca – natürlich wegen der niedlichen Ewoks.

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via neatorama

Stanley Kubrick X The Simpsons

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Der besondere Reiz an den Simpsons ist wohl das ausdauernde Referieren auf andere Werke der Kunst, der Popkultur oder der Politik und nicht zuletzt auf sich selbst. Besonders Regie-Altmeister Stanley Kubrick, dessen Filme sich ebenfalls in Schichten aus Metaphern und Referenzen hüllen, scheint es den Machern der Animationsserie angetan zu haben. In einem kleinen Zusammenschnitt präsentiert Candice Drouet die Simpsons-Hommagen an die Filme Kubricks. Wer übrigens gerne wissen möchte, wie und warum man Kubrick so richtig abfeiert, dem sei dieses Video ans Herz gelegt.

Kollision der Superhelden: Epische Batman v Superman Poster

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Obwohl Batman v Superman: Dawn of Justice in der Kritik nicht immer auf Begeisterung gestoßen ist, ist doch die Idee, die zwei größten Superhelden des DC-Universums aufeinanderprallen zu lassen erst einmal nicht schlecht. Schließlich bietet sich dabei der Einsatz von jeder Menge Pathos und einer gewissen Prise epochaler Bedeutsamkeit dieser Kollision durchaus an. Und das Ausmaß dieses epischen Aufeinanderprallens wurde von den Künstlern des Poster Posse Kollektivs nicht nur sehr gut erkannt, sondern auch kunstvoll ins Poster-Format komprimiert. Ziemlich heißer Scheiß.

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via geek-art

Mind the Gap: Willem Dafoe zeigt seine Zähne

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Dass Willem Dafoe ein cooler Typ ist, ist wohl nicht erst seit gestern bekannt – seine unzähligen interessanten Rollen haben das wieder und wieder bestätigt. Im Kurzfilm Mind the Gap, der vom A Most Wanted Man Regisseur Grigori Dobrygin gedreht wurde, spricht der Charakterdarsteller über sein wohl bezeichnendstes Merkmal: seine Kauleiste. Und macht dabei allerlei irre Gesichtsverrenkungen – sehr menschlich und sehr sympathisch. Tanzen kann der Mann übrigens auch sehr gut.

via seitvertreib

Hot Topic der Filmdiskussion: Intertextuality and Remixing

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Viel wurde bereits gesagt und viel mehr wird noch gesagt werden zum Thema Intertextualität / Anspielungen / Remakes / Remixen und das Wiederkäuen des ewig Gleichen. Das wohlig warme Gefühl, das herzerwärmende Sich-Erinnern, das sich beim Erkennen einer Andeutung in Deadpool, Star Wars: Das Erwachen der Macht oder Zoomania breitmacht, ist für mich derzeit eines der spannendsten Themen der Diskussion rund um den Film – wohl auch weil sich die Intertextualität im Blockbuster-Kino (zumindest von meiner Warte aus) beständig erhöht und weil sich das Medium dabei immer auf Messer’s Schneide zwischen dem Alten und des Neuen bewegt. Zwei sehr interessante Video-Beiträge aus der letzten Zeit seien hierzu ans Herz gelegt.

Düstere Welten: Filmposter von Christopher Shy

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Wem Filme wie Beetlejuice, Die Klapperschlange oder Blade Runner einfach noch nicht düster genug waren, dem kann mit den überaus dunklen, aber auch sehr schicken Filmpostern des amerikanischen Designers und Illustrators Christopher Shy geholfen werden. Wenn er gerade nicht extrem coole Plakate gestaltet, zeichnet der Mann gerne atmosphärische Graphic Novels. Kann und sollte man sich auf dem passenden Tumblr angucken und wenn man will, ein bisschen Geld ausgeben.

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via geek-art

Kurzfilm der Woche: Death in Space

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Diese Woche gibt es einen kurzen, aber überaus knackigen Kurzfilm über das Leben und Sterben im Weltall zu bewundern. Dabei ist nicht nur jede einzelne Szene liebevoll animiert und illustriert, sondern könnte genauso gut als Ausgangspunkt eines ganzen Films stehen. Gemacht hat das 40-sekündige Lehrstück auf die Tücken des Universums der britische Designer und Animationskünstler Thomas Lucas. Beware of aliens!

Sing Street

© Studiocanal GmbH Filmverleih

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Mit Once und Can a Song Save Your Life? hat John Carney bereits zwei hochgelobte Filme geschaffen, die das Leben von Musikern thematisieren. Mit Sing Street begibt er sich ins Dublin der 1980er Jahre und lässt laut eigenen Aussagen viele autobiografische Momente in diesen Film einfließen.

© Studiocanal GmbH Filmverleih

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Conor (Ferdia Walsh-Peelo) ist ein unauffälliger, 14-jähriger Teenager, der auf Grund der sich rasch verschlechterten finanziellen Situation seiner Eltern die jesuitische Privatschule verlassen muss, um auf die staatliche Christian-Brothers-Oberschule zu wechseln. Hier wird er Opfer von Mobbing durch seine Mitschüler und seinen Direktor, doch alles beginnt sich zu verändern, als er die 16-jährige Raphina (Lucy Boynton) kennen lernt. Sie behauptet, auf ihren Durchbruch als Modell zu warten und um sie beeindrucken, bittet er sie, beim Video seiner Band mitzumachen. Sie willigt ein, doch damit stellt sich das nächste Problem, denn diese Band gibt es noch nicht. Also muss eine Lösung her.

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John Carney beleuchtet in Sing Street nicht nur die Entwicklung einer Band von jungen Ambitionierten, sondern zeigt auch die äußeren Bedingungen, die die fünf Mitglieder und ihren Manager in ihrer Entwicklung beeinflussen. So wird die wirtschaftliche Situation in Irland in den 1980ern immer wieder subtil präsentiert, aber auch einflussreiche Bands werden eingeführt, so dass der musikalische Werdegang von Conors Gruppe verständlich wird. Dadurch gelingt es John Carney ein realistisches Gefühl einer Generation zu vermitteln, die sich im Zwist befindet zwischen der Sehnsucht nach der weiten Welt und dem Gefühl, an einem Ort ohne Zukunft gefangen zu sein.

© Studiocanal GmbH Filmverleih

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Dabei werden die bedeutsamen musikalischen Innovationen der Zeit behutsam nahe gebracht. Dadurch beeinflussen Duran Duran, The Cure und Hall & Oates Conor und seine Freunde sowohl in ihrem Auftreten als auch in ihrer musikalischen Entwicklung. Eine wichtige Bezugsperson hierbei stellt Conors älterer Bruder Brendan dar, der ihn erst an diese Bands heranführt und ihm deren Bedeutung für die Popmusik erläutert. Neben diesem gemeinsamen Interessen ersetzt Brendan dessen Eltern, die auf Grund ihrer Ehestreitigkeiten nur wenig von der Entwicklung ihres Sohnes erfahren. Die Beziehung zwischen Conor und Brendan ist ergreifend und wird von Ferdia Walsh-Peelo und Jack Reynor aufs Wundervollste inszeniert.

Sing Street gelingt es, auf charmante Weise an andere Filme wie Zurück in die Zukunft zu erinnern, als die Band beim großen Jahresabschlussfest aufspielt und alles an den Auftritt von Marty McFly denken lässt – inklusive der Kostüme der Schauspieler. Diese Hommagen machen den Film besonders und stellen eine weitere Stärke dar, von denen der Film viele hat. Insgesamt ist Sing Street ein großartiger Musikfilm, der das Gefühl der 80’er Jahre einzufangen und wiederzugeben weiß. Ein Film, der von seinen Figuren getragen wird und diesen einen Rahmen bietet, in dem sie sich entwickeln können. Absolut sehenswert und einer der bisher besten Filme des Jahres.

Bewertung: 10/10